Büromöbelindustrie

Ende der Talfahrt in Sicht

Die deutsche Büromöbelindustrie registriert zum Herbst 2004 wieder positive Signale. Rund vier Wochen vor der international führenden Branchenmesse Orgatec in Köln melden namhafte Unternehmen Umsatzzuwächse, die auf ein Ende der

Die deutsche Büromöbelindustrie registriert zum Herbst 2004 wieder positive Signale. Rund vier Wochen vor der international führenden Branchenmesse Orgatec in Köln melden namhafte Unternehmen Umsatzzuwächse, die auf ein Ende der Durststrecke hinweisen. Für einen – wenn auch zunächst noch langsamen – Aufschwung spricht auch die günstige Büromöbelentwicklung in den USA, die erfahrungsgemäß mit einer zeitlichen Verzögerung Europa erreichen dürfte.
"Die Statistik weist für die letzten Monate zwar noch ein Minus von ca. 5 Prozent aus, doch das Ende der Talfahrt ist erreicht," stellt Hendrik Hund, Vorsitzender des Verbandes Büro-, Sitz- und Objektmöbel (BSO), erfreut fest. Während, laut Hund, die Hersteller von Büroarbeitsstühlen bereits leichte Zuwächse melden, leiden die Produzenten von Korpusmöbeln noch unter der Kaufzurückhaltung, mit der die deutsche Wirtschaft auf die konjunkturelle Situation reagiert. Erfreulicherweise halte sich aber auch bei Schreibtischen, Schränken, Container etc. der durchschnittliche Monatsumsatz seit Februar dieses Jahres auf stabilem Niveau.
Ein weiteres positives Signal sieht der BSO kurz- bis mittelfristig in der Preisentwicklung. Nahezu alle Mitgliedsunternehmen haben berichtet, dass sie im Laufe dieses Jahres die unbedingt notwendigen Erhöhungen durchsetzen konnten. Der enorme Kostendruck war nicht nur wegen der Kaufzurückhaltung, sondern auch durch erhebliche Preiserhöhungen der Stahlhersteller und anderer Zulieferer entstanden.