Dataform
Einigung im Datengerangel
Nachdem die 100%-ige Übernahme der Dataform in der Küchenbranche viel Staub aufgewirbelt hatte, stellte MHK-Chef Hans Strothoff gestern bei einem Branchentreffen in Bad Oeynhausen eine versöhnliche Lösung vor. Um den
Nachdem die 100%-ige Übernahme der Dataform in der Küchenbranche viel Staub aufgewirbelt hatte, stellte MHK-Chef Hans Strothoff gestern bei einem Branchentreffen in Bad Oeynhausen eine versöhnliche Lösung vor. Um den Vorwurf mangelnder Neutralität oder womöglich des Datenmissbrauchs zu entkräften, soll künftig die Entscheidungskompetenz von Dataform über alle erfassten und weitergegebenen Katalogdaten einem Lenkungs- und Aufsichtsgremium übertragen werden. In diesem sind zu je 40 Prozent die Verbände VdDK und ZVEI sowie zu 20 Prozent die AMK vertreten. Die formale Grundlage bildet ein sogenannter Stimmrechtsbindungsvertrag. Zudem wird je ein Fachbeirat aus der Küchen-, Geräte- und Zubehörbranche gegründet, um das übergeordnete Gremium bei seinen Entscheidungen zu beraten.
Ebenso sieht die Konzeption vor, dass alle Softwarehäuser ab demselben Zeitpunkt die Daten im Internet abrufen können. Wobei der Zeitplan von der Datenerfassung bis zur -auslieferung für alle einsehbar wird.
"Die Sorge, dass Dataform einen Hersteller, einen Verband oder ein Softwarehaus benachteiligt, ist damit unbegründet", fasste Strothoff noch einmal das Ergebnis der Neuorganisation zusammen. Darüber hinaus werde ein bisher einmaliges Zukunftsmodell realisiert. Denn erstmals vertritt jetzt eine Institution die Daten-Interessen der gesamten Küchenbranche einschließlich die der Geräte- und Zubehörlieferanten. Öffentlich begrüßten auch VdDK-Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann und AMK-Geschäftsführer Hans-Joachim Adler diesen Ansatz. (Mehr zum Thema lesen Sie in der September-Ausgabe der "möbel kultur").

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren