100 Prozent "ja" zum EMV
Einhelliges Votum der Gesellschafter
Am Sonntag, den 19.6. um 12.30 Uhr war es soweit: Die Ära von DMV und Europa Möbel ist definifiv zu Ende, der neue EMV geht an den Start. "Mit einem
Am Sonntag, den 19.6. um 12.30 Uhr war es soweit: Die Ära von DMV und Europa Möbel ist definifiv zu Ende, der neue EMV geht an den Start. "Mit einem überwältigenden Ergebnis in der Zustimmung" so Geschäftsführer Helmut Ahlsdorf. 100 Prozent Ja stimmen, kein "nein", keine Enthaltung. 92% der Europa-Gesellschafter waren anwesend, beim DMV waren100% des Stammkapitals in Hannover vertreten. Etliche Anwesende betonten den sehr emotionalen Charakter des Vormittags.
Im neuen Europa-Möbel-Verbund sind jetzt 877 Verkaufsstellen mit 2,9 Mrd. Euro Umsatz zusammengeschlossen. Am prognostizierten Ziel von 1 Mrd ZR-Umsatz für 2005 wird – so Ahlsdorf – "noch hart gearbeitet." Zukünftiger Sitz der Zentrale wird Fahrenzhausen mit ca. 60 Mitarbeitern sein. Die ZR für die Europäer wird noch bis Ende des Jahres in St.Augustin abgewickelt.
Das in der Vergangenheit praktizierte Schienenkonzept wird abgelöst durch die Bildung von sogenannten Interessensgruppen. Dazu zählen 86 Wohnkaufhäuser, 365 Klassische Vollsortimenter (Global/Freie Prospektschiene, Natur/Massivholz), 90 Hochwertanbieter, 123 Polster-Spezialisten, 50 Küchen-Spezialisten, 53 Häuser für Mitnahme/JungesWohnen, 110 Discounter.
Berater Dr. Timo Renz von der begleitenden Beratung Wieselhuber & Partner betonte, dass die Fusion so schnell über die Bühne gehen konnte, weil die Bündelung von Stärken nicht auf Nebenkriegsschauplätzen, sondern in Kernbereichen des Geschäftserfolgte. Renz: "Dieser Zusammenschluss verändert Branchenstrukturen, er setzt neue Benchmarks."
Der Abstimmung vorausgegangen war eine große "Fusions-Party" in festlichem Rahmen, auf der bereits die große Nähe der sich neu zusammengefundenen Mittelständler deutlich wurde. Große Geschlossenheit wurde demonstriert, bereits im Vorfeld musste jeder Verband nur je eine Kündigung hinnehmen.
"Für viele Häuser ist dies zunächst ein trauriger Moment, vielleicht auch verbunden mit etwas Wehmut", räumte Ex-Europa Chef Felix Doerr ein. Er wies aber gleichzeitig auf die historische Bedeutung des Zusammenschlusses hin: "Gleichzeitig bedeutet das Ende der Altverbände jedoch auch Aufbruch in eine neue Zeit. Die Zukunft beginnt heute, wir können nun voll durchstarten."

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