Online-Shopping-Survey 2012

Einfluss mobiler Endgeräte auf das E-Commerce nimmt zu

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 41 Mio. Deutsche zwischen 14 und 69 Jahren Waren oder Dienstleistungen im Internet gekauft. Im Jahr 2010 waren es noch knapp drei Mio. Online-Shopper weniger. Deutlicher Trend: Das Handy gewinnt als Bestellmedium in der Gunst der Konsumenten. Mit 2,9 Mio. Käufern haben im Jahr 2011 mehr als doppelt so viele Verbraucher wie noch im Jahr zuvor Waren und Dienstleistungen per Mobiltelefon geordert. Das sind Ergebnisse des Online-Shopping-Survey 2012 der GfK.

Die Rangliste der Produktkategorien mit den meisten Onlinekäufern wird weiterhin angeführt von Bekleidung (19,3 Mio.), gefolgt von Büchern (18,6 Mio.), Veranstaltungstickets (14,9 Mio.), Spielwaren (10,6 Mio.) und Tonträgern (10,4 Mio.). Der stärkste Zuwachs an Online-Käufern entfiel auf Bekleidung (+2,1 Mio.). Danach folgen aber bereits Kosmetik und Düfte (+1,8 Mio.) sowie Uhren und Schmuck (+1,6 Mio.).

Amazon konnte mit 27,7 Mio. Online-Käufern den Spitzenplatz nach Kundenzahl vor Ebay (21,0 Mio.) deutlich ausbauen. Weltbild und Otto liegen Kopf an Kopf auf Rang 3. Neueinsteiger Zalando verdrängt mit massiver Werbepräsenz Tchibo vom fünften Rang.

Während die Gesamtzahl der Internetnutzer zwischen 14 und 69 Jahren binnen Jahresfrist nur um 2,6 Prozent auf insgesamt 50,3 Mio. gestiegen ist, nahm die Nutzerzahl des Mobilen Internets im gleichen Zeitraum um 38,4 Prozent auf 14,7 Mio. zu. Mit 84 Prozent verfügt der weitaus größte Teil dieser Gruppe bereits über ein Smartphone.

Einen Vorgeschmack auf die künftige Entwicklung bietet die Frage, für welche Produktkategorien die Internetnutzung per Handy schon heute als Informationsquelle vor dem Kauf dient. Die Studie hat ergeben, dass diese Möglichkeit im vergangenen Jahr bereits 5,1 Mio. Konsumenten genutzt haben.

Damit entsteht für den stationären Handel neben dem klassischen Online-Shopping eine weitere Herausforderung. Dass die Konsumenten ihre Smartphones bei sich tragen, eröffnet neue Möglichkeiten der Verzahnung zwischen stationärem Handel und Online-Shopping. Gleichzeitig wächst aber für die Verbraucher die Transparenz zwischen allen konkurrierenden Angeboten weiter. Und das werden die "smarten" Shopper mit ihren Smartphones auch zu nutzen wissen, meint die GfK.

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