Messe im Grünen: Forte-Geschäftsführer Joachim Stock (r.) und Key-Account-Verantwortlicher Michael Patrick (l.) blicken trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen positiv nach vorn.

Forte

Eine Messe mit grünem Daumen

Sehr aufgeräumt wirkten die Forte-Verantwortlichen gegen Messeende. Denn sowohl mit einer neuen Produktkonzeption als auch mit einem aktuell ganz wesentlichen Logistikfaktor konnte der polnische Kastenmöbler Eindruck auf die Gäste im eigenen Showroom in der M.O.W.-Halle 9 machen.

Unter dem Eindruck des veränderten Kundenverhaltens haben die Produktdesigner die Serie „Polypody“ geschaffen – eine Gesamtkonzeption, die viel Grün ins eigene Zuhause bringen soll. Regale, Kommoden, Tische in verschiedenen Varianten, Abmessungen und Dekoren bieten neben ihrer grundlegenden Funktion die Möglichkeit, die Lieblingspflanzen zu präsentieren, ohne dass zusätzliche Übertöpfe oder Ständer gekauft werden müssen. Davon zeigten sich sowohl große Onliner als auch stationäre Händler überzeugt, mit der Einschränkung, dass der Pflegeaufwand am POS einen möglichst grünen Daumen erfordert. Deshalb arbeitet Forte mit einem polnischen Kooperationspartner zusammen, der sich in dem Thema auskennt und empfiehlt für die Inszenierung am POS einfache und bekannte Arten, die leicht zu pflegen sind.

Mit einem logistischen Argument konnte Forte jedoch ebenso häufig punkten. Die Lieferzeit beträgt aktuell 30 Tage. Die Polen profitieren dabei von ihrem eigenen Spanplattenwerk, dass in dieser Zeit ein unbedingter Wettbewerbsvorteil ist. Das drückt sich auch in den Zahlen aus, wie die letzten Ad-hoc-Mitteilung der Aktiengesellschaft verriet. Denn im 2. Quartal 2021 konnte die Gruppe ein Umsatzplus von 101 Prozent verzeichnen, was aber wesentlich auf die Spanplattenproduktion zurückzuführen ist. Im Bericht steht: „Der gesamte Überschuss der produzierten Möbelplatten, die über den Eigenbedarf hinausgingen, wurden zu Preisen verkauft, die ein Dutzend bis mehrere Dutzend Prozent höher als in Q1 2021, was sich deutlich positiv auf das Ergebnis der gesamten Gruppe im zweiten Quartal dieses Jahres auswirkte. Andererseits haben im 2. Quartal dieses Jahres die Preise für Basisrohstoffe (Holz, Eisenwaren, Folien, Klebstoffe) deutlich zu steigen begonnen, was sich in den folgenden Quartalen negativ auf die Rentabilität auswirken könnte.“

Geschäftsführer Joachim Stock (r.) und Key-Account-Verantwortlicher Michael Patrick (l.) blicken trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen positiv nach vorn. Die Kunden hätten das neue Preisniveau bis auf wenige bekannte Ausnahmen akzeptiert. Wer nun mit frischen Konzeptionen und schnellen und effizienten Prozessen am Markt agiere, können nun eigentlich nur dazugewinnen, glauben die beiden.

Diese Seite teilen