Stefan Waldenmeier, Vorsitzender des VdDK und Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (v.l.) informieren über die Entwicklung der Küchenmöbelindustrie.

VdDK

"Eine Branche, die in der Sonne sitzt"

Unter freiem Himmel findet zur Stunde die Pressekonferenz des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) statt. Passend zum Wetter konstatierte der Vorsitzende Stefan Waldenmeier: "Eine Branche, die in der Sonne sitzt. Krisenjahre sind Einrichtungsjahre."

Zwar verzeichnete die Küchenmöbelindustrie in den ersten sieben Monaten bedingt durch die Corona-Pandemie und temporärem Lockdown ein Minus von 1,74 Prozent (Inland: +1,39%, Ausland: -6%), nach einem starken Juni mit einem Plus von 12,8 Prozent und einem – durch einen außergewöhnlich guten Vorjahres-Vergleichsmonat – mäßigen Juli (+1,7 %) nähert sie sich jedoch langsam wieder dem Wachstumsbereich.

Sehr interessant dabei ist ein Blick auf die repräsentative Auftragseingangsstatistik des VdDK: Nach einem guten Start zum Jahresauftakt rutschte dieser im April und Mai tief ins Minus. Ab Juni gewannen die Auftragseingänge wieder deutlich an Fahrt. Juni und Juli bescherten jeweils einen Zuwachs von 26 Prozent und der August von 16,3 Prozent. Damit geht die Branche aktuell mehrheitlich davon aus, das Gesamtjahr mit einem leichten Plus im unteren einstelligen Bereich abschließen zu können.

Getragen wird die gute Entwicklung insbesondere vom Inland. Das Neubaugeschäft ist stabil, ältere Küchen werden modernisiert und durch die Corona-Krise wird verstärkt zu Hause gekocht. Hierzulande stiegen die Auftragseingänge im Juni und Juli jeweils sogar um rund 30 Prozent, im August um 22 Prozent. Die anspringende Inlandsnachfrage bescherte den Unternehmen dann auch im Juni ein deutliches Umsatzwachstum in Höhe von 21,1 Prozent, im Juli von 7,5 Prozent. 

Für das Geasmtjahr geht der VdDK insgesamt von einem leichten Branchenwachstum von drei Prozent aus..

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