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E, F, GR, I, UK – die Konsum-Ausblicke im Detail
Die positiven Tendenzen in Europa scheinen auf Frankreich bisher nur wenig Einfluss zu haben. Die Wirtschaft wächst weiterhin nur sehr langsam. Trotzdem ist die Konjunkturerwartung in den vergangenen drei Monaten
Die positiven Tendenzen in Europa scheinen auf Frankreich bisher nur wenig Einfluss zu haben. Die Wirtschaft wächst weiterhin nur sehr langsam. Trotzdem ist die Konjunkturerwartung in den vergangenen drei Monaten um 26 Punkte auf 10,3 Punkte angestiegen. Dies ist der höchste Wert seit Februar 2010. Vor einem Jahr lag der Indikator noch rund 20 Punkte niedriger. Auch die Einkommenserwartung hat sich in diesem Zeitraum positiv entwickelt. Seit Januar gewann sie 9,8 Punkte und stand Ende März somit bei -19 Zählern. Verglichen mit März 2014 ist der Indikator deutlich gestiegen. Damals lag er bei -32,6 Punkten. Auch die Anschaffungsneigung verzeichnet deutliche Gewinne. Im ersten Quartal ist sie um 17,3 Punkte auf -2,2 Zähler gestiegen und liegt somit derzeit knapp unter dem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten. Besser stand der Indikator zum letzten Mal im August 2007. Vor genau einem Jahr verzeichnete er -27,3 Punkte.
Die Briten gehen davon aus, dass die heimische Wirtschaft auch in den kommenden Monaten deutlich wachsen wird. Die Konjunkturerwartung steht bei 27,9 Punkten. Das sind 5,1 Zähler mehr als im Dezember. Auch die Einkommenserwartung hat sich im ersten Quartal positiv entwickelt. Mit 15,8 Punkten lag sie im März 10,7 Zähler höher als im Dezember. Im März letzten Jahres rechneten die Briten mit etwas weniger steigenden Gehältern. Damals stand der Indikator bei 10,3 Punkten. Die Anschaffungsneigung in den vergangenen drei Monaten ist um 11,5 Punkte auf 8,8 Zähler gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Juni 2006. Vor einem Jahr lag der Indikator mit -10,9 Punkten noch deutlich im negativen Bereich.
Zwar wächst die italienische Wirtschaft nach wie vor nicht, die Verbraucher rechnen jedoch offensichtlich damit, dass auch sie von dem allgemeinen Aufschwung in Europa profitieren. Zwar liegt die Konjunkturerwartung mit -4,2 Punkten noch im negativen Bereich. Das ist jedoch der höchste Wert seit April 2010. Seit Dezember stieg der Indikator um 31,2 Zähler. Vor genau einem Jahr verzeichnete er lediglich -21,4 Punkte. Auch die Einkommenserwartung der Italiener entwickelte sich in den vergangenen Monaten sehr positiv. Der entsprechende Indikator lag im März bei -3,8 Zählern. Das sind 16,6 Punkte mehr als im Dezember. Im März 2014 verzeichnete er -13,7 Punkten. Die Anschaffungsneigung ist seit Dezember um 19,7 Punkte auf 3,9 Zähler gestiegen. Der Indikator liegt zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder im positiven Bereich. Höher lag er zuletzt im August 2000. Vor zwölf Monaten verzeichnete die Anschaffungsneigung noch -15,3 Zähler.
Spanien scheint die Finanzkrise endgültig hinter sich zu lassen. Die Wirtschaft wächst stark. In diesem Jahr rechnen Experten mit einem Anstieg um 2,8 Prozent. Die Konjunkturerwartung ist im ersten Quartal um 16,3 Punkte auf 41,1 Zähler gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1986. Vor einem Jahr lag der Indikator noch bei 23 Punkten. Bereits im vergangenen Jahr ist die Arbeitslosigkeit in Spanien kontinuierlich gesunken. Entsprechend ist die Einkommenserwartung seit Dezember um 15,3 Punkte auf 21,2 Zähler gestiegen. Höher lag der Indikator zuletzt im August 2000. Vor genau einem Jahr verzeichnete er 0,9 Punkte. Sie Anschaffungsneigung gewann in den ersten drei Monaten 2,1 Zähler auf -8,2 Punkte. Vor zwölf Monaten lag der Indikator bei -10,2 Punkten.
Der Sieg der linken Partei Syriza bei den Neuwahlen Ende Januar hat die Stimmung der Griechen gedreht. So ist die Konjunkturerwartung von Dezember bis März um 30,6 Zähler auf 14,3 Punkte gestiegen. Bis Februar (15,7 Zähler) betrug der Zugewinn sogar 32 Punkte. Das war der höchste Wert seit April 2004. Vor einem Jahr lag der Indikator noch bei -24,6 Punkten. Offenbar setzen die griechischen Verbraucher darauf, dass Löhne und Gehälter in den nächsten Monaten wieder zuverlässig gezahlt werden und außerdem mehr Menschen Arbeit finden. Nur so ist der ebenfalls enorme Anstieg der Einkommenserwartung in den letzten drei Monaten um 29,1 Punkte auf 6,9 Zähler zu erklären. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2009. Allein von Januar zu Februar gewann der Indikator 26,1 Punkte. Die Anschaffungsneigung ist im ersten Quartal wieder deutlich gefallen. Sie lag im März bei -36,8 Zähler.

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