BVDM

E-Commerce legt weiter zu - Transport der Möbel großes Branchenthema

Wie der BVDM auf der Pressekonferenz der Koelnmesse heute betonte, gewinnt der E-Commerce weiter an Bedeutung. Über 2,3 Mrd. Euro brutto – also 7 Prozent des Gesamtumsatzes – wurden 2016 mit Möbeln und Küchen erwirtschaftet. Eine insgesamt sehr dynamische überproportionale Steigerung. Aber hier dominieren noch auf den Distanzhandel spezialisierte Unternehmen, weniger der beratende, stationäre Handel. Dieser hat sich inzwischen jedoch auch online als komplementären Vertriebskanal entwickelt. Dies ist deutlich an den Multichannel-Aktivitäten der Marktführer zu erkennen, die entweder ihre bisherigen Bemühungen intensivieren oder in den Online-Vertrieb eingestiegen sind. Es wird allerdings auch immer deutlicher, dass es zumindest bei komplexen planungs- und beratungsintensiven Produkten nicht völlig ohne stationäre Präsenz geht.

Der traditionelle Handel ist daher gefordert, sich den Herausforderungen des Online-Handels zu stellen, seine Kernkompetenzen, die Beratung, individuelle Planung und die fachgerechte Lieferung und Montage der Möbel und Küchen mit den Tools des Onlinehandels zu verbinden. Probate Hilfsmittel wie die Toolbox des Handelsverbandes Deutschland (HDE) helfen den Mitgliedsunternehmen des BVDM, sich auf dem schwierigen Parkett des Online-Handels von Anfang an sicher zu bewegen.

Der physische Transport der Möbel von der Industrie zum Handel und von dort zum Kunden wird eines der großen Branchenthemen der nächsten Jahre sein. Da Industrie wie auch Handel und Möbelspeditionen dies erkannt haben, haben sich deren Verbände AMÖ, BVDM und VDM zusammengefunden und das Projekt „ZIMLog“, Zukunftsinitiative Möbellogistik, ins Leben gerufen. Hierbei werden auf Basis einer zuvor durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung gemeinsam mit Unternehmen aus Industrie, Handel und Speditionen Szenarien und Lösungsansätze für die Herausforderungen in der Transportlogistik, vom Fahrermangel über funktionierende EDV-Erfassungssysteme bis hin zu komplexen Verteilsystemen, entwickelt. Erste verwertbare Ergebnisse in Form eines einheitlichen Datenstandards wie auch verschiedener Handlungsempfehlungen werden im Laufe des Jahres 2017 vorliegen und der Branchenöffentlichkeit vorgestellt werden.

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