Electrolux

Droht mit vorzeitiger Schließung des AEG-Werks

Vielleicht kommt das Aus noch früher als angekündigt. Laut "Spiegel Online" soll die Produktion im Nürnberger AEG-Werk bereits Ende dieses Jahres und nicht – wie ursprünglich geplant 2007 – eingestellt

Vielleicht kommt das Aus noch früher als angekündigt. Laut "Spiegel Online" soll die Produktion im Nürnberger AEG-Werk bereits Ende dieses Jahres und nicht – wie ursprünglich geplant 2007 – eingestellt werden. Dies sei eine Reaktion des Electrolux-Vorstandes auf die nicht konstruktive Strategie der IG Metall. Auf Nachfrage der Holzmann-Online Redaktion wollte der Konzern die konkrete Vorverlagerung nicht bestätigen. Pressesprecherin Elisabeth Lokai-Fels räumte aber ein, dass man sich aufgrund der Entwicklungen nun schneller als geplant nach Alternativen umschaue. "Der Kunde ist König. Und wir wollen ihn sobald wie möglich wieder voll zufriedenstellen." Bei einzelnen Modellen sei es inzwischen doch zu Lieferschwierigkeiten gekommen.
Nachdem sich Ende Januar auch die Logistik-Sparte dem Streik angeschlossen hatte, vergab Electrolux diese Aufgaben kurzerhand an ein externes Unternehmen. Bei Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Zwenkau wurde für Electrolux innerhalb einer Woche ein Versandlager eingerichtet, in dem auf 13.000 Quadratmetern rund 20.000 AEG-Geräte gelagert und versendet werden.
Die Gewerkschaft sieht die Ankündigung der vorzeitigen Schließlung bisher aber offenbar nur als Drohgebärde. "Ich weiß nicht inwieweit man das ernst nehmen sollte", so IG-Metall-Sprecher Reiner Peters-Ackermann gegenüber der dpa.