Grass-Hetal

Drei-Jahresplan mit Einschnitten für die Mitarbeiter

Mit einem Drei-Jahresplan, der kontinuierliche Investitionen bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen vorsieht, werden die Hetal-Werke für die Zukunft aufgestellt. Der Möbelbeschlagsspezialist, mit Produktionsstandorten in Alpirsbach und Betzweiler, plant bis 2017 das Unternehmen

Mit einem Drei-Jahresplan, der kontinuierliche Investitionen bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen vorsieht, werden die Hetal-Werke für die Zukunft aufgestellt. Der Möbelbeschlagsspezialist, mit Produktionsstandorten in Alpirsbach und Betzweiler, plant bis 2017 das Unternehmen mit einer Investitionssumme von circa vier Millionen Euro zukunftssicher zu machen. Gleichzeitig werden rund 3,5 Millionen Euro Kosten eingespart, unter anderem durch Gehaltsverzichte der Belegschaft sowie eine Anpassung der Mitarbeiterkapazitäten.
Konkret sieht der Zukunftsplan vor, dass die Belegschaft auf das tarifliche Urlaubsgeld, tarifliche Sonderzahlungen sowie Zahlungen aus dem ERA-Fond verzichtet. Zudem werden die Kapazitäten aktuell von rund 150 auf 120 Mitarbeiter reduziert. Damit werden die nötigen Kostenreduktionen erreicht, um ausreichende Mittel für die geplanten Investitionen in Produkte, Infrastruktur und Vertrieb frei zu machen.
"Mit unseren Dienstleistungen im Automotive-Bereich sowie unseren Produkten im Bereich Möbelbeschläge sind wir seit vielen Jahren bekannt am Markt. Jetzt wollen wir mit neuen Produkten und einem intensivierten Vertrieb wieder verstärkt angreifen, um Kunden und Marktanteile zu gewinnen", sagt André Scheidt, Geschäftsführer bei Hetal.
"Mit dem Drei-Jahresplan haben wir nun eine sehr gute Grundlage für unseren gemeinsamen Erfolg gelegt. Wir öffnen damit auch ein neues Kapitel der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern." Der Zukunftsplan, der in konstruktiven Verhandlungen zwischen der Hetal-Geschäftsleitung, dem Betriebsrat und der IG Metall in nur wenigen Wochen vereinbart wurde, sieht zum Beispiel eine obligatorische Analyse jedes Finanzjahres für Betriebsrat und Belegschaft vor, sowie gemeinsame Investitionsentscheidungen auf Grundlage dieser Analysen.