Alno

Drei Jahre Bewährung für die deutschen Standorte

Die bisherigen Produktionsstandorte im Alno-Konzern seien gerade mal zu 45 Prozent ausgelastet – "Da kann man durch einfaches Ausmultiplizieren herausfinden, wie viele Werke ich hier und heute eigentlich bräuchte." So

Die bisherigen Produktionsstandorte im Alno-Konzern seien gerade mal zu 45 Prozent ausgelastet – "Da kann man durch einfaches Ausmultiplizieren herausfinden, wie viele Werke ich hier und heute eigentlich bräuchte." So zitiert heute Focus online Konzernchef Jörg Deisel. Gleichwohl bleibt es bei der angekündigten Bewährungszeit von drei Jahren, in der die vier Werke bis Ende 2012 einen Wettbewerb untereinander austragen sollen. Noch gebe es allerdings die Hoffnung, dass sich die Geschäfte bei Alno in den kommenden drei Jahren so stark entwickeln, dass die Werke automatisch wieder mehr zu tun hätten, relativiert Deisel die nach drastischer Streichung klingende Rechnung.
In diesem Jahr rechnet Deisel immerhin mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Zur Gruppe zählen 700 Mitarbeiter in Pfullendorf, 560 in Enger, 260 in Brilon und 200 Beschäftigte in Coswig-Klieken (Sachsen-Anhalt). Anfang der Woche hatte Deisel zudem den Umzug der Verwaltung von Pfullendorf nach Düsseldorf für Mitte 2010 angekündigt.[page_break]
Ein Lichtblick betrifft im übrigen die Marke Alno: Die 15-köpfige Jury aus Vertretern aus Wirtschaft und Medien, die zur Auszeichnung der "Superbrands 2009/2010" angetreten war, berücksichtigte auch die Pfullendorfer. Aus 1.300 Nominierungen und 64 Gewinnern wurde nach Kriterien wie Markendominanz, Kundenbindung und Dauerhaftigkeit auch Alno der Titel "Superbrand" zuerkannt. Hervorgehoben wurden hohe Bekanntheit der Küchenmarke (78 Prozent laut Allensbach Top Level Studie 2008) und "die positiven Ansätze, sich als Traditionsmarke mit deutschen Wurzeln dennoch dem Zeitgeist zu öffnen und neue, kreative Küchenprogramme anzubieten, die keine Nischenprodukte sind, sondern eine breite Bevölkerungsschicht im In- wie Ausland ansprechen."