Cristini

Dr. Gebert stellt Insolvenzantrag

Insolvenz die Zweite: Nur neun Monate nach dem Neustart droht beim aus der Insolvenz von Ebke-Küchen hervorgegangenen Küchenmöbelhersteller Cristini das Aus. Gestern stellte Gesellschafter Dr. Frank Gebert beim Amtsgericht Bielefeld

Insolvenz die Zweite: Nur neun Monate nach dem Neustart droht beim aus der Insolvenz von Ebke-Küchen hervorgegangenen Küchenmöbelhersteller Cristini das Aus. Gestern stellte Gesellschafter Dr. Frank Gebert beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag. Dies berichtet die "Neue Westfälische". 95 Mitarbeitern droht die Arbeitslosigkeit. Eine Nachfolgeregelung ist nicht in Sicht.
"Man könnte heulen. Wir haben uns alle ins Zeug gelegt und wirklich gute Küchen gebaut, von denen die Leute, auch Händler begeistert waren", wird der Betriebsratsvorsitzende Jens Imann zitiert. "Wir haben gekämpft, jeder von uns hat gekämpft bis zum letzten", sagte Dr. Frank Gebert.
Der 59-jährige Ex-Alno-Chef Gebert hatte 95 der 125 Mitarbeiter von Ebke-Küchen übernommen und mit ihnen ein neues Küchenprogramm mit hohem designerischen Anspruch auf die Beine gestellt. Wie die "Neue Westfälische" berichtet, habe sich jedoch die Kapitalausstattung unter dem Eindruck der seit dem Herbst grassierenden Krisenstimmung als unzureichend erwiesen. In den letzten Tagen hatte Dr. Gebert mit mehreren Investoren aus dem In- und Ausland verhandelt. Es habe Zusagen gegeben, die seien dann jedoch nicht eingehalten worden.
Ein Insolvenzverwalter ist noch nicht eingesetzt.