Nächster Mega-Deal

Dr. Andreas Seifert nutzt Kaufoption bei Poco

Noch vor der "imm cologne", die am Montag startet, gibt es einen weiteren Mega-Deal in der Branche. Soeben teilte Dr. Andreas Seifert, Mitinhaber der östereichischen XXXLutz-Gruppe, moebelkultur.de mit, dass er mit Wirkung zum 1. Januar 2014 eine Kaufoption über eine Beteiligung bei Poco genutzt habe. Das bedeutet, dass sich Seifert selbst bei dem Discounter engagiert hat, und nicht die XXXLutz-Gruppe. Die von den Branchendiensten "moebelnews" und "Inside" genannte Höhe von 50 Prozent wollte Seifert jedoch nicht bestätigen. Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, allerdings sei die Beteiligung nicht unerheblich. Seifert verspricht sich davon, Synergieeffekte bei seinen Konzepten Möbelix in Österreich (54), Tschechien (8), Slowakei (4), Kroatien (1), dem Juwo-Konzept Mömax, das in Deutschland (26) sowie Österreich (16) platziert ist, und dem Discounter Poco länderübergreifend zu nutzen.

Poco betreibt in Deutschland 100 Märkte. Zu dem Konzern zählt außerdem die Lipo-Gruppe mit 14 Filialen in der Schweiz. Geschäftsführer Thomas Stolletz hatte kurz vor Jahreswechsel außerdem bekannt gegeben, Mitte 2014 mit Mega Abra die erste Filiale in Polen zu übernehmen.

Auf die Frage, ob es künftig nicht Kollisionen mit der Steinhoff-Gruppe geben könnte, die einerseits an Poco und andererseits an den Mitbewerbern Kika/Leiner und Conforama beteiligt ist, antwortete Dr. Seifert: "Ich gehe davon aus, dass die Steinhoff Gruppe groß genug ist, um mit unterschiedlichen Beteiligungen umgehen zu können." Gleichwohl müsse man die Entwicklung in Zukunft beobachten.

Erst am Mittwoch hatte die XXXLutz-Gruppe bekannt gegeben, dass die zum Unternehmen gehörende Mann Mobilia GmbH die Möbelstädte Rück in Oberhausen, Schwerin und Neubrandenburg sowie das Einrichtungszentrum Kröger in Essen übernimmt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden soll die Übernahme sofort erfolgen. Jahrelang galt Kröger/Rück als potenzieller Übernahme-Kandidat und immer wieder waren auch die Österreicher als Akquisiteure im Gespräch gewesen. Der Einflussbereich der Seifert-Brüder in der Branche vergrößert sich damit bereits zu Jahresbeginn.

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