Steinhoff International

Discount-Offensive – wie der Konzern sein Imperium vorantreibt

Spätestens mit dem Listing an der Frankfurter Börse im Dezember letzten Jahres, der Aufnahme in den M-Dax im März 2016 und den aktuellen Akquisitionsvorhaben rückt die Steinhoff Holding in Deutschland

Spätestens mit dem Listing an der Frankfurter Börse im Dezember letzten Jahres, der Aufnahme in den M-Dax im März 2016 und den aktuellen Akquisitionsvorhaben rückt die Steinhoff Holding in Deutschland wieder stärker ins Blickfeld. Grund genug für die „möbel kultur“, den global aufgestellten, verschachtelten Konzern näher zu durchleuchten. Der Fokus liegt auf dem Living-Bereich („Household Goods“), der immerhin 73 Prozent des operativen Gewinns ausmacht, und auf der Entwicklung in Europa. Dabei zeigt sich, dass der deutschsprachige Raum ganz klar an Bedeutung zulegt. Enorm gewachsen ist Steinhoff in den letzten Jahren vor allem als Händler.

Für das laufende Geschäftsjahr (1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016) peilt die Gruppe einen Gesamtumsatz in Höhe von 13 Mrd. Euro an. Im ­Geschäftsjahr 2015 lag dieser noch bei knapp 10 Mrd. Euro. Dabei wird der Living-Bereich immer wichtiger. Bereits 2002 gingen die ersten Poco-Märkte in Südafrika ans Netz. Heute gehört der Filialist zusammen mit der Schweizer Tochter Lipo zum Konzern. 2011 folgte die Übernahme von Conforama, heute 3,2 Mrd. Euro stark. Kurz darauf der Kauf der polnischen Kette Abra. Und Mitte 2013 wurde, mit dem Einstieg bei dem österreichischen Familienunternehmen Kika/Leiner (aktueller Umsatz rund 880 Mio. Euro), ganz deutlich, dass Steinhoff offensiv auf das Handelsgeschäft setzt. Weitere Akquisitionen sind geplant, wie zuletzt das starke Interesse an dem britischen Einzelhandelsfilialisten Argos (Home Retail Group), an der Elektronikkette Darty oder an der französischen Cauval Group zeigt.

Lesen Sie mehr zur Discount-Offensive von Steinhoff in der aktuellen Mai-Ausgabe der „möbel kultur“.