Alno

Differenzierte Preispolitik wird zum strategischen Kernziel

"Wir müssen unseren Umsatz profitabler machen. Das erreichen wir unter anderem auch durch eine differenzierte Preisstruktur, die der Wertigkeit und der Qualität unserer Produkte entspricht", hatte Konzernchef Max Müller am

"Wir müssen unseren Umsatz profitabler machen. Das erreichen wir unter anderem auch durch eine differenzierte Preisstruktur, die der Wertigkeit und der Qualität unserer Produkte entspricht", hatte Konzernchef Max Müller am Dienstag zur Aktionärsversammlung in Pfullendorf betont. Denn die bisherige Preisstruktur habe entscheidend dazu beigetragen, dass das Konzernergebnis 2011 erheblich belastet wurde.
Die Umkehr hatte bereits die Erhöhung zu Jahresbeginn von etwa vier bis fünf Prozent eingeleitet. Die Korrektur der Preispolitik bleibt nun weiterhin strategisches Kernziel. Der Handel konnte dies zum 1. August spüren, als zum Teil Anhebungen im höheren einstelligen Bereich bekannt gemacht wurden. Diese sollen jedoch bereits für das neue Verkaufshandbuch 2013 gelten. Betroffen sind vor allem Alno und Wellmann.
Neben der Grundsatzorientierung gelte es insbesondere, die einzelnen Tochtergesellschaften bzw. Vertriebsstrukturen stärker voneinander abzugrenzen. Hierzu nahm am Dienstag Finanzvorstand Ipek Demirtas Stellung: Mit einem höheren Durchschnittspreis von 5.500 Euro soll Wellmann nun wieder die Lücke zwischen Impuls (3.200 Euro) und Alno (10.000 Euro) schließen. Im unteren Segment wird Pino mit durchschnittlich 2.300 Euro VK angesetzt.
Ein positives Ergebnis von mindestens 10 Mio. Euro EBITDA strebt der Konzern noch für dieses Jahr an. Die Hausmessen werden allerdings zeigen, inwieweit auch andere Küchenhersteller ihre Preise anziehen. Denn insbesondere bei den gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Transport hat Alno keineswegs Alleinstellung.