Auktion in Dänemark

Dieser Sessel brachte 235.600 Euro ein

Auf der gestrigen groß angekündigten Versteigerung des dänischen Auktionshauses Bruun Rasmussen lag Spannung in der Luft. Flemming Lassens Sessel namens "Mein eigener Sessel" war nämlich auf 130.200 bis 167.400 Euro geschätzt worden, was ihn zu dem am teuersten bewerteten Sessel in der dänischen Auktionsgeschichte machte.

Am Telefon saßen Käufer aus den USA, England und Asien bereit und passionierte Sammler hatten sich zusammen mit der dänischen Rundfunkanstalt DR, die die Versteigerung live übertrug, im Saal versammelt. Dann die Überraschung: Fünf Minuten, bevor "Mein eigener Sessel" versteigert werden sollte, kam Flemming Lassens "Der müde

Mann" (Foto) von 1935 unter den Hammer. Ein entsprechendes Modell hatte bereits zweifach

den Auktionsrekord gebrochen, womit dieses Modell der bislang teuerste Sessel in Dänemark ist: Das Designermöbel erzeilte einen Rekordpreis von 87.420 Euro, nur sechs Monate danach erbrachte er sogar 102.920 Euro.

"Der müde Mann" war gestern auf 83.080 Euro geschätzt worden, ein Betrag, der rasch überschritten wurde. Die für den Sessel gebotene Summe stieg schnell an - bis auf 235.600 Euro (1,42 Mio. Dänische Kronen). Der Saal quittierte das hohe Gebot mit stehendem Applaus.

Gut fünf Minuten später sollte dann "Mein eigener Sessel", unter den Hammer kommen. Er erzielte schließlich einen Preis von 148.800 Euro, womit er in der dänischen Auktionsgeschichte der am zweitteuersten verkaufte Sessel ist.

Flemming Lassen trägt nun automatisch auch den Titel des Schöpfers der vier am teuersten in

Dänemark verkauften Sessel aller Zeiten - der fast vergessene Architekt ist mit dem gestrigen Paukenschlag wieder voll in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückgekehrt.

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