Relativ schnell, also schon in der zweiten Verhandlungsrunde, sind sich Möbel Mahler und der Betriebsrat einig geworden.

Möbel Mahler

Die Zwei-Klassen-Belegschaft

Von wegen zähes Ringen: Relativ schnell, schon in der zweiten Verhandlungsrunde, sind sich Möbel Mahler und der Betriebsrat unter Federführung von Thomas Kohlert über einen Interessensausgleich und Sozialplan für die Mitarbeiter einig geworden, wie die "Süddeutsche Zeitung" aus Wolfratshausen berichtet. Die Redaktion erhielt diese Auskunft von Verdi-Gewerkschaftsvertreter Dominik Datz. Ihm zufolge liegen die Abfindungsregelungen des Vertragswerkes grundsätzlich "im durchschnittlichen Bereich".

Das gilt allerdings nicht in allen Fällen, da es große Unterschiede in der Abfindungshöhe zwischen den vom Betriebsrat vertretenen Mitarbeitern und ihren Kollegen gäbe. So würden die Abfindungen von Angestellten im Gastronomiebereich oder in der Logistik mit einem Faktor berechnet werden, der lediglich ein Drittel so groß ist wie der für die vom Betriebsart "beschützten". Etwa 100 der ehemals 260 Mitarbeiter seien von diesem niedrigen Abfindungsfaktor betroffen, schreibt die "SZ".

Dass nur zwei Verhandlungsrunden innerhalb vier Wochen zu einer Lösung geführt haben, hält Dominik Datz für "absolut ungewöhnlich". "Da spielt wohl der menschliche Faktor mit rein, der Betriebsrat wollte Planungssicherheit", mutmaßt der Gewerkschaftler.

Den 100 Mitarbeitern, die mit einer geringen Abfindung rechnen müssen, rät Datz zur Klage: "Das wäre auch der einzige Weg, noch zu klären, ob es sich bei dem ganzen Vorgang doch um einen versteckten Betriebsübergang handelt."

Der Wolfratshausener Bürgermeister Klaus Heilinglechner richtet indessen schon den Blick in die Zukunft und favorisiert einen Schulterschluss von XXXLutz und Media Markt. Das niedersächsische Nordhorn demonstriere bereits, dass diese Variante einen großen Komfort für die Bürger bedeute. Produkte, die Media Markt anbietet, „gehen schon lange in Wolfratshausen ab“, sagt Heilinglechner dem Portal "Merkur.de". Das Portfolio des Elektroriesen ist seiner Meinung nach auch nicht innenstadtrelevant. Auf dieses Kriterium hat es allerdings XXXLutz ganz besonders abgesehen. „Wir müssen in dem Zusammenhang auch aufpassen, dass uns XXX Lutz nicht über den Tisch zieht“, so der Rathauschef. Die Österreicher haben demnach bereits angefragt, ob die fürs Gewerbegebiet geltende Sortimentsbeschränkung noch volle Gültigkeit habe. Eine Aufweichung schließt der Bürgermeister allerdings kategorisch aus.

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