„möbel kultur“-Touchpoints 2018

"Die Zukunft verlangt kundenindividuelle Lösungen"

Blogger, Influencer, Youtube oder einfach der Generationswechsel verändern die Verbraucherkommunikation immer stärker – auch beim Küchenkauf. Reicht die klassische Beratung am POS noch aus oder welche neuen Mittel und Wege muss die Branche finden, um den Kunden von morgen zu erreichen? Um Antworten für dieses wichtige Zukunftsthema geht es auch beim zweiten „möbel kultur“-Küchenevent „Touchpoints“, zu dem am 15./16. November sieben Referenten ihre Ideen und Visionen vermitteln. Einen Vorgeschmack liefert Sebastian Heinz, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens Foodboom, der hier auf drei Schlüsselfragen antwortet.

möbel kultur: Herr Heinz, worin sehen Sie die wichtigste Herausforderung für die Küchen- bzw. Gerätevermarktung in den kommenden Jahren – auf welche Veränderungen muss sich die Branche einstellen?
Sebastian Heinz
: …auf die Digitalisierung des Produktes als auch des Vertriebsweges. Der Küchenvertrieb muss die Integration digitaler Prozesse wirklich verstehen und kundenindividuelle Lösungen anbieten. Die Frage, ob jemand eher mit Alexa oder Google Home kocht, wird genauso wichtig wie, ob er lieber einen Fisch sous-vide gart oder Popcorn in der Mikrowelle macht.

möbel kultur: Welche speziellen Impulse liefert dazu Ihr Unternehmen?
Sebastian Heinz
: Foodboom als echte Lifestyle-Brand versteht Kochen als Lebensgefühl und versucht, Konsumenten auf der ganzen Spannbreite von Nahrungsaufnahme bis zur Sozialisierung und Selbstverwirklichung zu begleiten. Wir sind nah dran an der Lebenswirklichkeit und können mit den Nutzungsdaten von über 1,5 Millionen Fans sehr genau verstehen, welche Bedürfnisse und Wünsche bestehen.

möbel kultur: Wird künftig alles „total digital“ oder was macht den POS zukunftsfähig?
Sebastian Heinz:
Digitalisierung ist ein sehr wesentlicher Faktor, es gibt aber auch immer eine Gegenbewegung. Ich glaube, gerade das Thema Küche als Lebensraum, die Multifunktionalität und Wohnlichkeit, sind genauso wichtig. Der Mensch will individuelle Lösungen und eine Küche, die seinem Lebensstil entspricht. Hier hat der physische POS eine große Chance. Denn Materialität, Haptik, das Gefühl für Abstände und Entfernungen – dies alles bedarf der Eindrücke vor Ort und individueller Beratung. Gewinner werden jene sein, die digitale Inspiration mit konkretem Erlebnis im Showroom verbinden können.

Der Vortrag von Sebastian Heinz lautet:„Food is the new Fashion“ – Chancen für die Küchenbranche“. Weitere Infos zum Event finden Sie hier.

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