Münster
Die Zukunft der Nachkriegsmoderne
Die Ausstellung "Does City/Münster matter? Zum Verhältnis von Bild und Stadt" (bis 24.2.2011) in der Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster untersucht die Wechselbeziehung von Bild und Stadt, Kunst und städteplanerischer Vision.
Die Ausstellung "Does City/Münster matter? Zum Verhältnis von Bild und Stadt" (bis 24.2.2011) in der Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster untersucht die Wechselbeziehung von Bild und Stadt, Kunst und städteplanerischer Vision. Die internationale Werkschau mit Gemälden, Filmen, Installationen und Skulpturen der Künstlern Diana Al-Hadid, Koen van den Broek, Martin Kobe, Klaus Lutz, Lutz & Guggisberg, Paul Noble, Toby Paterson, Manfred Pernice, David Thorpe und Ina Weber ist Teil eines dreiteiligen Projektes, das als Ausstellung, Veranstaltungsreihe und Symposium konzipiert ist.
Dabei dreht es sich um Fragen wie: Spielt Kunst für die Stadt eine Rolle? Welche Bilder sind prägend für die Stadt? Kunst arbeitet mit Bildern, Stadtplanung und Marketing ebenso. Urbane Konzepte folgen immer mehr auch ästhetischen Kriterien. Inwieweit ist zeitgenössische Kunst befähigt, bestehende Bilder, Wertesysteme und Metaphern in urbanen Zusammenhängen zu analysieren bzw. einen Diskurs über zukünftige Visionen anzuregen?
Die Suche nach neuen Bildern und Visionen beginnt in der Ausstellung. Zwar sind Künstler nicht unbedingt Experten für Architektur und Städteplanung, aber sie sind von den sinnlichen Facetten einer Stadt beeinflusst. Der subjektive Zugang der Künstler, ihr bildnerischer Umgang mit dem Phänomen "Stadt" ist der visionäre Horizont, aus dem heraus sich die "Denkräume" und das Symposion entfalten.
Die parallel zur Ausstellung konzipierte Veranstaltungsreihe "Denkräume" setzt sich assoziativ mit den Ideenwelten der Künstler auseinander und eröffnet einen Dialog zwischen Kunst und Entscheidungsträgern. Die Konzeption der Reihe übernahmen Rethfeld und Rinke/Marcel Schumacher.
Freitag, den 18. Februar geht es um die Architektur der Nachkriegsmoderne als Teil des gewachsenen Erscheinungsbildes vieler deutscher Städte. Wobei die in den 60er und 70er Jahren errichteten Bauten vielfach nicht wahrgenommen oder sogar als Störung des Stadtbildes empfunden werden. Für manche Künstler sind sie hingegen Inspirationsquelle. So nutzt Manfred Pernice für seine Skulpturen die architektonische Zeichensprache. Toby Patterson transferiert die skulpturalen Qualitäten dieser Architektur in abstrakt wirkende Bilder. Über Tendenzen der Nachkriegsmoderne berichtet die Berliner Denkmalpflegerin Gabi Dolff-Bonekämper. Wege des Umgangs zeigt der Architekt Wilfried Kuehn auf. Ort der Veranstaltung: das Kleine Haus, 1971 von Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau errichtet, Neubrückenstr. 63, Münster von 19.30 bis 21.30 Uhr.

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