Prognosen 2018

Die Zeichen stehen auf "Wachstum"

Die „möbel kultur“ hat Experten und Interessenvertreter nach ihren persönlichen Prognosen für das Jahr 2018 gefragt. Dazu äußert sicht Dr. Marc Zgaga, ZGV-Hauptgeschäftsführer, wie folgt:

"Shopping mit Virtual-Reality-Brillen, Stilberatung mit Chatbots: Der Einzelhandel und mit ihm die Küchen- und Möbelbranche befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die Generation „Digital Natives“ erwartet mobile Kommunikation und Individualität. Auch die ­Innenstädte verändern ihre Gestalt – drohen gar vielerorts zu veröden. Daher sind immer mehr mittelständische Handelsunternehmen gefordert, neue Anreize, Attraktivität – ja, eine Erlebniswelt – für die Kunden zu schaffen. Mehr Gesicht, eine Geschichte, Begeisterung am Point of Sale.

Der kooperierende Küchen- und Möbelfachhandel blickt trotz dieser Herausforderungen optimistisch auf das kommende Jahr 2018. Kein Wunder, stehen doch die Zeichen für die konjunkturellen Rahmenbedingungen allesamt auf Wachstum: eine niedrige Arbeitslosigkeit und Lohnzuwächse stützen nachhaltig den privaten Konsum, anhaltend niedrige Zinsen und die kräftige Nachfrage nach Wohnraum kurbeln zusätzlich die Bauwirtschaft an. All dies wird dem Küchen- und Möbelfachhandel im nächsten Jahr helfen. Auch der Ausbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung des digitalen Transformationsprozesses vieler Möbelkooperationen werden sich weiter auszahlen. Längst bieten traditionelle Möbelhäuser den Online-Pure-Playern die Stirn. Das belegen im Übrigen auch die Zahlen: Wachstumstreiber im Bereich Online sind neuerdings die etablierten (stationären) Händler, die ihre Aktivitäten im Internet ausbauen und beide Vertriebswege bedienen. Mit ­intelligenten Konzepten wird es den stationären Händlern gelingen, sich im Onlinehandel mit geeigneten Tools und Angeboten zu etablieren und gleichzeitig das Geschäft vor Ort sinnvoll in den Kaufprozess zu integrieren. Ein entscheidender Vorteil, den reine Onlinehändler kaum realisieren können."

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