Der Interaktive Handel (d.h. der Online- und Versandhandel) mit Firmenkunden im Jahr 2011 erlebte nach einem starken Jahr 2010 das zweite sehr gute Jahr in Folge. (Foto: DHL Hub Leipzig)

BVH und Creditreform

Die Wirtschaftslage im interaktiven B2B-Handel

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) und die Creditreform Wirtschaftsforschung haben die Ergebnisse der fünften gemeinsamen Studie zum B2B-Handel vorgestellt. 120 B2B-Versender erteilten Auskunft zu ihrer aktuellen Wirtschaftslage, den Geschäftsaussichten und den Finanzierungsbedingungen.

Der Interaktive Handel (d.h. der Online- und Versandhandel) mit Firmenkunden im Jahr 2011 erlebte nach einem starken Jahr 2010 das zweite sehr gute Jahr in Folge. So vergeben 55,0 Prozent der befragten Unternehmen die Note "gut" oder "sehr gut", wenn sie um Einschätzung der aktuellen Geschäftslage gebeten werden. Am deutlichsten fiel der Positivtrend bei den mittelständischen Vertretern der Branche (21 bis 100 Mitarbeiter) mit 60,5 Prozent (Vorjahr: 38,5 Prozent) aus.

In der Branche gibt es deutliche Zeichen für anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg. Gut die Hälfte der Unternehmen (56,0 Prozent) berichtet von Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der B2B-Versandhändler, die ein Umsatzminus hinnehmen mussten, lag bei 19,0 Prozent.

Genauso stark wir im Vorjahr zeigt sich die Ertragslage auch 2011. 45,6 Prozent der befragten Versandunternehmen konnten ihren Gewinn ausweiten. Dank der stetig positiven Geschäftslage bestand 2011 bei den B2B-Versendern auch zusätzlicher Personalbedarf. So beschäftigten 40,8 Prozent der Unternehmen heute mehr Mitarbeiter als noch vor einem Jahr (Vorjahr: 36,0 Prozent). Weitere Einstellungen sind bei jedem fünften Unternehmen (20,8 Prozent) geplant.

Die Auftragseingänge bei den Unternehmen sind 2011 wieder gestiegen. Nach einem starken Vorjahr verbuchten noch einmal 48,7 Prozent der B2B-Versandhändler einen Zuwachs beim Auftragseingang. Dennoch haben sich auch für jedes sechste Unternehmen die Auftragseingänge rückläufig entwickelt (16, 8 Prozent). "Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Abkühlung sind die B2B-Versender, was die Auftragslage im kommenden halben Jahr angeht, etwas skeptischer als im Vorjahr", so Dr. Carsten Uthoff, Vorstand der Creditreform AG. "Dennoch erwartet noch etwa ein Drittel eine weiter steigende Auftragslage und 56 Prozent der Händler gehen von einer stabilen und gleichbleibenden Situation aus."

Auch die Entwicklungen der B2B-Versender im Bereich Social Media können sich sehen lassen, denn viele Händler haben innerhalb des vergangenen Jahres das Networking noch einmal ordentlich ausgebaut. 2010 hatte noch jedes fünfte B2B-Unternehmen (19,2 Prozent) ein Facebook-Profil und auch Xing und Twitter fanden verstärkte Anwendung. Mittlerweile hat jedes zweite Unternehmen (50,8 Prozent) ein Facebook-Profil und auch Xing und weitere Anwendungen konnten sich ebenfalls stärker etablieren.

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