Die beiden Messemacher der M.O.W. stehen Rede und Antwort. Geschäftsführer Bernd Schäfermeier (l.) und Maximilian Richter brennen darauf, endlich wieder ihrem Business nachgehen zu können.

M.O.W. exklusiv 2021

Die wichtigsten Facts kurz vor dem Messestart im Interview

Der Messemonat September ist da und die Branche hat Lust auf's Business. Möbel zum Anfassen, Menschen treffen, persönlich austauschen. Die M.O.W. macht das trotz der anhaltenden Einschränkungen durch die Pandemie wie schon im letzen Jahr wieder möglich. Rund 400 Aussteller aus über 30 Nationen zeigen vom 19. bis 23. September live im Messezentrum Bad Salzuflen ihre Neuheiten für sämtliche Einrichtungsbereiche. Wir haben im Vorfeld mit den beiden Messemachern Bernd Schäfermeier (l.) und Maximilian Richter (r.) gesprochen. Der Geschäftsführer und der Projektmanager der Messe Ostwestfalen verraten, was in diesem Jahr anders ist als sonst.

möbel kultur: Herr Schäfermeier, im letzten Jahr war es eine Mischung aus Durchhaltevermögen, Zuversicht und dem richtigen Zeitfenster, die die M.O.W. 2020 ermöglicht hat. Was ist in diesem Jahr in Bezug auf die Rahmenbedingungen ähnlich? Und was ist anders?

Bernd Schäfermeier: Nach den langen Monaten des Lockdowns ist die Vorfreude bei Industrie und Handel noch größer, genauso bei den Dienstleistern und Partnern im Umfeld der Messe und selbstverständlich auch bei uns. Möbel wieder erlebbar machen, sich persönlich austauschen, voller Mut durchstarten: Wir brennen darauf, wieder Messe zu machen und Menschen zu begegnen. Messe ist wichtig fürs Business, nicht nur im Hinblick auf neue Ware, Vermarktungsideen und Konzepte. Messe ist auch essentiell für den geschäftlichen Austausch und elementar für den Zusammenhalt der Branche.

Die M.O.W. 2021 ist besonders wichtig. Weil bei uns in Bad Salzuflen alle Einrichtungsbereiche und alle Vertriebsschienen on- und offline zusammentreffen. Und weil außergewöhnliche Fragestellungen anstehen: Die Pandemie hat den Markt verändert. Aktuell geht es nicht nur um Produkte, Sortimente und Werbeware, sondern um spezielle Herausforderungen was Lieferketten, Lieferzeiten und Preisgestaltung anbelangt. Solche Themen bespricht man am besten persönlich – auf der M.O.W.!

möbel kultur: Haben Sie das Hygienekonzept in diesem Jahr verändert? Gibt es etwas, was die Besucher:innen vorher wissen sollten?

Maximilian Richter: Neu ist, dass sich nicht nur die Besucher, sondern auch die Aussteller vor der Messe anmelden müssen: Dies ermöglichen wir schnell und einfach via Online-Registrierung. Folgen Sie bequem dem Link auf der Startseite www.mow.de.

Vor Ort gelten pandemiebedingt die bewährten Hygieneregeln wie AHA und 3-G getestet, geimpft, genesen – Achtung: Unterlagen nicht vergessen! Laufend aktualisierte Informationen rund um den Messebesuch werden auf der M.O.W.-Webseite kommuniziert. Wir gehen davon aus, dass jeder einzelne Messeteilnehmer im eigenen Interesse die Regeln und Sicherheitsvorkehrungen einhält. Bei B2B-Events wie der M.O.W. dürfen wir sicher auf die Eigenverantwortung und Disziplin der Menschen setzen. Das hat bereits im letzten Jahr sehr gut geklappt.

Bernd Schäfermeier: 2020 hat sich auch bewiesen, dass das Messezentrum Bad Salzuflen gute Voraussetzungen für die Durchführung einer Veranstaltung in Pandemiezeiten mitbringt: 17 einzelne Hallen bzw. Bereiche, transparente Wegeführung, zahlreiche Ein- und Ausgänge, diverse Bistros und die luftige Außengastronomie im weitläufigen Freigelände bilden auch 2021 den entspannten Rahmen fürs erfolgreiche Business und fürs persönliche Wohlgefühl.

Darüber hinaus dürfen sich alle Fachbesucher natürlich an dem gewohnt guten Service der M.O.W. erfreuen: freier Eintritt, frei Parken, freies WLAN, kostenlos Essen und Trinken sowie ein gedruckter Wegweiser für die Tasche gratis.

möbel kultur: Wie haben Sie die Aussteller in den vergangenen Wochen erlebt? Ist der Druck angesichts von Lieferverzögerungen und Preissteigerungen groß?

Bernd Schäfermeier: Sicherlich ist Druck vorhanden. Um solche sensiblen Themen persönlich zu besprechen, ist eine Messe wie die M.O.W. da. Jetzt gilt es für die Branche Partnerschaft zu zeigen. Neben schwierigen Themen wie Preiserhöhungen hat die Pandemie außerdem auch viel positiven Anschub gegeben wie beispielsweise bei der Digitalisierung. Durch die Corona-Beschränkungen hat das eigene Zuhause eine neue Bedeutung erlangt. Den Menschen ist bewusst geworden, wie wichtig Wohnen und Einrichten für das eigene Wohlbefinden ist. Viele Wohnungen wurden und werden umgestaltet. Gerade bei wenig Quadratmetern will jede Funktion ihren Platz haben. Damit eröffnen sich spannende Entwicklungsfelder für Handel und Industrie. Diese Chance sollten wir gemeinsam nutzen, um die gute Position zu halten und auzubauen. Mit vereinten Kräften hat es die Branche auch geschafft, positiv durch diese Zeit zu kommen.

Deshalb steht bei den Ausstellern wie bei uns erst mal die Vorfreude auf die Messe im Vordergrund. Wir sind gespannt auf die vielen neuen Sortimente, Konzepte, POS Präsentationen, Werbe- und Aktionsartikel, die auf der M.O.W. präsentiert werden.

möbel kultur: Welche Änderungen gibt es im Ausstellerspektrum?

Bernd Schäfermeier: 2021 zeigt sichdie Relevanz der M.O.W. im Beschaffungsmarkt Europa, ablesbar an der breiten Anbieterschaft aus Polen, dem Baltikum, den Niederlanden, Dänemark, Italien und der Türkei. Neben Deutschland sind diese Nationen besonders zahlreich vertreten. Das Spektrum reicht vom kleinen Label bis zum Global-Player. Mit dieser Vielfalt und Bandbreite des Angebots unterstreicht die M.O.W. 2021 einmal mehr ihre Bedeutung als Europas größte Möbelmesse für die Mitte des Marktes.

Maximilian Richter: Wenn wir uns die einzelnen Warengruppen ansehen, finden wir in diesem Jahr verstärkt Marken und Unternehmen aus dem höherwertigen Segment. Gleichzeitig erfährt der Warenbereich JuWo/SB eine Erweiterung. Die wichtige Warengruppe Polster wird 2021 von einem Dutzend neuer Aussteller gestärkt. Die Produktvielfalt umfasst alle möglichen Kombinationen vom Zweisitzer bis zur Polsterecke, vom Relaxsessel bis zum Schlafsofa, dazu passende Couchtische und textile Accessoires. Ein einmaliges Angebot finden die Einkäufer auf der M.O.W. zudem für den Sortimentsbereich Schlafen: Unterschiedliche Schlafsysteme, Boxspring, verschiedene Bettgestelle und Matratzen in allen Ausführungen und Preislagen bieten jede Menge Auswahl. Auch in den übrigen Sortimentsbereichen treten führende und namhafte Firmen an.

Die M.O.W. 2021 zeigt die ganze Vielfalt des Einrichtens – von der Diele über Wohnen, Speisen und Schlafen bis zu Baby, Kind, Jugend, Bad, Küche und Büro. Natürlich werden dabei die großen Trends der Zeit thematisiert: Die Einrichtung von praktikablen Home Offices ist nur ein Aspekt von vielen. Sie dürfen gespannt sein.

möbel kultur: Die Cotta Group bezieht eine eigene Halle. Was verändert sich dadurch?

Bernd Schäfermeier: Cotta bleibt in direkter Nachbarschaft. Auf unserem Gelände konnten wir den Flächenwunsch nicht kurzfristig umsetzen. Die eigene Präsentation in unmittelbarer Nähe zum Messezentrum Bad Salzuflen trägt zur Strahlkraft der Region auf die Branche bei. Die frei gewordene Fläche haben wir bereits 2020 mit neuen interessanten Ausstellern besetzen können. Die Attraktivität stärken wir in diesem Jahr mit weiteren Neuzugängen, so dass die Vielfalt der M.O.W. in Sachen Polster eher zugenommen hat und einen wichtigen Schwerpunkt der Messe bildet.

möbel kultur: Wie viel Fläche wird die M.O.W. 2021 umfassen?

Bernd Schäfermeier: Die verfügbaren 85.000 qm Ausstellungsfläche im Messezentrum Bad Salzuflen nutzen wir nahezu komplett. Im Vergleich zum letzten Jahr erweitern wir auf circa 400 Aussteller aus über 30 Ländern. Ein starkes Ergebnis, zu dem das gesamte Team der Messe Ostwestfalen beigetragen hat. Dafür sage ich herzlichen Dank! Dank gebührt zudem allen Ausstellern für das große Vertrauen, das der M.O.W. entgegengebracht wird.

möbel kultur: Die M.O.W. ist jedes Jahr auch für ein paar Überraschungen gut. Welche Geheimtipps haben Sie?

Maximilian Richter: Ich würde sagen: Wir haben 400 Geheimtipps! Alle Aussteller geben sich große Mühe ihre Präsentationen perfekt umzusetzen und gemeinsam mit den Handelspartnern Lösungen für die bestehenden Herausforderungen zu entwickeln. Und das geht eben am besten im persönlichen Gespräch auf der M.O.W..

Bernd Schäfermeier: Mein wichtigster Tipp: Besuchen Sie die M.O.W.! Auch wenn Sie einem Einkaufsverband angeschlossen sind, sammeln Sie auf der Messe wertvolle Impulse für Ihr Geschäft. Nutzen Sie die Gelegenheit für den Austausch auf Augenhöhe, für das Wiedersehen mit Kollegen und zur Trendschau für die Mitte des Marktes. Die gibt es so nur auf der M.O.W.! Die Pandemie hat den Mainstream beeinflusst, unser Einkaufsverhalten geändert und unsere Prioritäten verschoben. Erleben Sie live, worauf es zukünftig ankommt und wie die Branche damit umgeht. Das Wichtigste, das Sie von der M.O.W. mitnehmen können, ist von außen unsichtbar: Ihr eigenes Bild vom aktuellen Business.

möbel kultur: Was hat es mit der Sonderfläche 360GradPlaza auf sich?

Maximilian Richter: Die 360GradPlaza ist ein neues stationär-digitales Hybridformat, das den Austausch mit Dienstleistern und Spezialisten aus der Absatz-, Waren- und Digitalwirtschaft fördert. Auf der Messe platziert sich die Plattform in Halle 12, virtuell wirkt sie darüber hinaus 365 Tage im Jahr. Präsentiert werden innovative Tools für den digitalen Möbelvertrieb, Shopsysteme, E-Commerce, Logistik- und Servicelösungen, ERP und Datenmanagement, Omnichannel-Marketing und Brand Management, Prozesssteuerung und Personalvermittlung.

Entwickelt wurde das neue Konzept zusammen mit Julia Greven, Markenberatung Philla BrandXitement, und Dirk Schroeder, Smart2digital. Ein weiterer Impulsgeber war Arne Stock, Vorstand von Moebel.de, der das Konzept mit Moebel.de auch als Sponsor unterstützt. Als Veranstalter ist uns daran gelegen, alle für die Branche relevanten Player und Akteure bei uns in Bad Salzuflen zusammen zu bringen. Die 360GradPlaza ist ein wichtiger, weiterer Schritt in diese Richtung – zum Mehrwert und Vorteil aller M.O.W.-Teilnehmer.  

Bernd Schäfermeier: Ein spannendes Thema auch für die Zukunft. Damit schaffen wir einen weiteren interessanten Baustein für die Messe, den jeder Besucher und Möbelaussteller nutzen sollte, um seine individuellen Potenziale weiter auszuschöpfen.

möbel kultur: Worauf freuen Sie sich persönlich, wenn am 19. September der Vorhang endlich wieder fällt?

Bernd Schäfermeier: Auf das Wiedersehen mit der Branche, Menschen zu treffen und Gespräche zu führen. Uns allen wünsche ich eine erfolgreiche M.O.W. 2021 und einen positiven Geschäftsverlauf 2022.

Maximilian Richter: Messe gehört für das Team der Messe Ostwestfalen und allen Beteiligten aus der Veranstaltungsbranche naturgemäß zur Normalität und genau das brauchen wir alle so dringend: unserem Business ohne Einschränkungen nachgehen zu können.

Diese Seite teilen