GfK

Die Verbraucher in Europa sind optimistischer

Optimismus in Europa: Laut der GfK zeigt die Konjunkturerwartung in fast allen Ländern deutlich nach oben. Lediglich in Griechenland und Italien stagniert sie. Die höchsten Zuwächse zwischen Juli und September

Optimismus in Europa: Laut der GfK zeigt die Konjunkturerwartung in fast allen Ländern deutlich nach oben. Lediglich in Griechenland und Italien stagniert sie. Die höchsten Zuwächse zwischen Juli und September verzeichnen Frankreich, die Tschechische Republik und Österreich. Griechenland (-41,1 Punkte) weist aktuell den niedrigsten Wert auf. Von einer wachsenden Wirtschaft in den nächsten Monaten gehen Großbritannien (19,2 Punkte), Deutschland (10,7 Punkte) und Österreich (6,7 Punkte) aus. Die Konjunkturerwartungen der Franzosen haben sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich erholt. Aktuell liegt der Indikator bei -10,6 Punkten. Zwar liegt der Wert nach wie vor deutlich im negativen Bereich, jedoch weit entfernt von den -48,7 Punkten im Juni. Auch die portugiesische Wirtschaft zeigt erste leichte Anzeichen einer Belebung. Zwar prognostizieren Experten für das Gesamtjahr 2013 noch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent. Auch im nächsten Jahr wird sie wahrscheinlich lediglich um 0,6 Prozent wachsen. Doch im zweiten Quartal dieses Jahres ist das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 1,1 Prozent gestiegen. Diese Aussichten lassen die Hoffnungen der Verbraucher steigen. Die Konjunkturerwartung liegt im September bei -29,5 Punkten. Das ist der höchste Wert seit April 2010.
Auch der Indikator Einkommenserwartung kann in fast allen Ländern deutlich zulegen. In Deutschland stagniert er auf sehr hohem, in Griechenland auf sehr niedrigen Niveau. Lediglich in den Niederlanden ist er in den vergangenen drei Monaten gesunken. Die niedrigsten Werte weisen Griechenland (-46,8 Punkte), die Niederlande (-42,7 Punkte) und Frankreich (-42,1 Punkte) auf. Die höchsten Werte sind in Deutschland (33,7 Punkte), der Tschechischen Republik (16,5 Punkte) und Österreich (15,1 Punkte) zu verzeichnen. In Spanien rechnen die Bürger im Zuge der ersten konjunkturellen Erholung seit vielen Monaten mit zumindest nicht weiter fallenden Einkommen. Die Wirtschaft ist laut der GfK derzeit auf einem guten Weg. Für das zweite Halbjahr wird sogar mit einem leichten Wachstum gerechnet.
Da sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung europaweit angestiegen sind, ergibt sich auch bei der Anschaffungsneigung ein positiveres Bild als im ersten halben Jahr. In Frankreich, Österreich, Rumänien, der Tschechischen Republik, Griechenland und Portugal stagniert der Indikator. Alle anderen Länder zeigen einen zum Teil sehr deutlichen Anstieg. Die niedrigsten Werte weisen die Tschechische Republik (-25,8 Punkte), Frankreich (-36,6 Punkte) und Portugal (-42,2 Punkte) auf. Die höchsten Werte zeigt der Indikator in Deutschland (45 Punkte), Bulgarien (15,2 Punkte) und Österreich (11,8 Punkte). Die Anschaffungsneigung ist in Deutschland mit 45 Punkten auf dem höchsten Stand seit Dezember 2006. Grund dafür sind die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.