Poco Domäne
Die “Süddeutsche” prangert Missstände an
"Im Einzelhandel geht es um enge Margen. Mitsprache von Mitarbeitern stört da nur." Im Wirtschaftsteil der "Süddeutschen Zeitung" gerät Poco Domäne heute unter heftigen Beschuss. Am Beispiel eines gekündigten Lagerarbeiters
"Im Einzelhandel geht es um enge Margen. Mitsprache von Mitarbeitern stört da nur." Im Wirtschaftsteil der "Süddeutschen Zeitung" gerät Poco Domäne heute unter heftigen Beschuss. Am Beispiel eines gekündigten Lagerarbeiters aus Baden-Württemberg, der jetzt zum Betriebsrat gewählt wurde, zeigt der Bericht, welche "echte Qual – mit der Arbeit" manche Mitarbeiter beim Filialisten erleben. So ist von Minusgraden im Lager im Winter die Rede, willkürlich zugeteiltem Urlaub, Ausfragungen bei Krankheit oder einer grundlosen Reduzierung von Überstunden. Das Blatt beruft sich dabei auf die Gewerkschaft Verdi und zitiert die Vertreterin Christina Frank mit den Worten: "Die Firma mit 6.000 Mitarbeitern ist weitgehend mitbestimmungsfreie Zone, wie leider die meisten Möbelhändler."
Poco selbst bestreitet Unregelmäßigkeiten. "Die Märkte sind angehalten, die arbeitsrechtlichen Vorgaben einzuhalten", erklärte ein Sprecher gegenüber dem Blatt. Dass dem jetzigen Betriebsrat kurz vorm Zusammentreten des Wahlausschusses gekündigt wurde sei "lediglich ein zeitlicher Zufall". Man habe nicht gewusst, "dass er vorhatte einen Betriebsrat zu gründen." Das Vorhaben sei nicht sabotiert worden.
Das Ergebnis der Wahl will das Unternehmen dennoch anfechten: "Zwei Mitarbeiter konnten sich nicht per Briefwahl beteiligen, dabei ist das vorgesehen", heißt es zur Begründung.

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