Michael Stiehl

Die Nachfrage zieht an

Mit Optimismus blickt Michael Stiehl, Rauch-Geschäftsführer und Vizepräsident des VDM, ins neue Jahr. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" betonte er gestern: "2008 verspricht auch im Inland ein recht

Mit Optimismus blickt Michael Stiehl, Rauch-Geschäftsführer und Vizepräsident des VDM, ins neue Jahr. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" betonte er gestern: "2008 verspricht auch im Inland ein recht ordentliches Möbeljahr zu werden. Und im Export erwartet die Branche wie schon im Vorjahr erneut ein zweistelliges Plus." Zwar müssten die Hersteller aufgrund drastisch gestiegener Rohstoff- und Transportkosten ihre Preise erhöhen, im Durchschnitt um drei bis fünf Prozent. Dies werde aber seiner Meinung nach die Nachfrage nicht spürbar bremsen.
Ein positiver Impuls geht dabei laut Stiehl auch von der "imm cologne" aus, die sich deutlich verbessert habe. "Das Konzept der Messe Köln gab aus Sicht der Industrie Anlass zur Kritik. So hatten sich die Messemacher zu wenig um einen internationalen Anstrich der Veranstaltung bemüht. Aber das ist Vergangenheit. Industrie und Messe haben gemeinsam ein neues Konzept entwickelt." Wenn die "imm cologne" auch in den nächsten Jahren weiter ihr Profil schärft, ist Stiehl davon überzeugt, dass die Messe erfolgreich bleiben wird.
Doch trotz der guten Entwicklung rechnet Stiehl auch in diesem Jahr mit Unternehmens-Insolvenzen. Seiner Meinung nach ist der Bereinigungsprozess noch nicht beendet. Besonders gefährdet seien mittelgroße Unternehmen mit einem Umsatz von 25 bis 50 Mio. Euro. Für weniger krisenanfällig hält er dagegen kleine Betriebe, die in Nischen produzieren.