VHK Herford

Die Lage: "Heiter bis wolkig"

Die Umsatzentwicklung der deutschen Möbelindustrie gestaltete sich im ersten Quartal dieses Jahres laut Dr. Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer der Möbelfachverbände, "heiter bis wolkig". So konnte die Küchenmöbelindustrie um 1,6 Prozent weiter zulegen. Dabei präsentierte sich das Ausland miteinem Zuwachs von vier Prozent deutlich besser abschnitt als das Inland, das mit einem Plus von 0,05 Prozent faktisch stagnierte. Innerhalb des Auslandsgeschäftes entwickelte sich die Eurozone mit einem anstieg von 6,4 Prozent überdurchschnittlich positiv. Dennoch müssten die kommenden Monate mit Vorsicht abgewartet werden. "Wir beobachten hierzu neben der amtlichen Umsatzstatistik auch unsere interne Auftragsstatistik. Diese ist aktueller, da sie die Auftragseingänge erfasst und die Auftragseingänge von heute bekanntlich die Umsätze von morgen sind. Hier hat es in den Monaten Februar und März einen Rückgang gegeben. Die Auftragseingänge der deutschen Küchenmöbelindustrie im Februar gingen um Minus 4,2 Prozent zurück, im März um Minus 2,3 Prozent“, gibt Dr. Heumann zu bedenken.

Weiter rückläufig ist dagegen die Umsatzentwicklung in der Polstermöbelindustrie. Die hierzulande produzierenden Betriebe erwirtschafteten 4,5 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Dabei entwickelten sich sowohl das Inland (-4,9 %) als auch das Ausland (-3,7 %) negativ.

Im Wohn- und Schlafraummöbelsektor bestehen nach Angaben von Dr. Heumann keine zuverlässigen amtlichen statistischen Zahlen, was die Umsatzentwicklung angeht. Wohn- und Schlafraummöbel sind in der amtlichen Statistik Teil der sogenannten sonstigen Möbel, machen dort allerdings nur knapp 30 Prozent aus, sodass die Zahlen dieser Nomenklatur für die Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung nicht herangezogen werden können.In Bezug auf Auftragseingänge scheint sich hier allerdings eine Besserung der wirtschaftlichen Lage anzudeuten. So konnten die Auftragseingänge hier in den ersten drei Monaten gesteigert werden: im Januar um 7,4 Prozent, im Februar um 3,7 Prozent und im März um 3,4 Prozent.

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