"WK Stil-Ikonen" in Frankfurt

Die Koelnmesse bezieht Stellung

Anstelle der üblichen Musterungen hat Hans Strothoff, Vorstandsvorsitzender der MHK-Group, eine eigene Möbelmesse in Frankfurt angekündigt. Unter dem Namen "Stil-Ikonen" wird er seine Marken WK Wohnen und Designo im Oktober

Anstelle der üblichen Musterungen hat Hans Strothoff, Vorstandsvorsitzender der MHK-Group, eine eigene Möbelmesse in Frankfurt angekündigt. Unter dem Namen "Stil-Ikonen" wird er seine Marken WK Wohnen und Designo im Oktober gleichermaßen Fachbesuchern und Verbrauchern präsentieren. "arcade" hat bei Koelnmesse-Geschäftsführer Wolfgang Kranz (Foto) direkt nachgefragt, wie er das neue Vorhaben einschätzt.
arcade: "Herr Kranz, was halten Sie von der neuen Messe Stil-Ikonen"?
Wolfgang Kranz: "Die Nachfolgeveranstaltung der WK-Partnertage ist wohl im Kern eine Firmenpräsentation, die nicht zuletzt im Hinblick auf die vertiefende Beschäftigung der angeschlossenen Handelspartner mit zwei Kollektionen über 11 Tage geht. Die jetzt auch geplante Publikumsöffnung ist ein neuer Aspekt, der besondere Anforderungen mit sich bringt. Wir sind gespannt, ob auch andere Verbände diese Neuausrichtung adaptieren werden."
arcade: "Warum findet die neue Veranstaltung nicht in Köln statt?"
Wolfgang Kranz: "Selbstverständlich bieten wir unsere Hallen und Services Unternehmen auch außerhalb unserer Messen für Firmenpräsentationen an. Dieses Geschäftsfeld sehe ich übrigens zukünftig deutlich wichtiger werden. WK Wohnen haben wir für die Partnertage auf entsprechende Anfrage ein attraktives Angebot unterbreitet, das aber unter Hinweis auf den räumlichen Abstand zur Firmenzentrale dann nicht zum Tragen kam. Bei einer 11-tägigen Dauer waren die für das eigene Personal anfallenden Hotelkosten verständlicherweise ein entscheidender Faktor. Unsere Gesprächspartner haben uns eine hohe Passgenauigkeit des Angebotes und ein hohes Maß an wahrgenommener Servicebereitschaft attestiert."
arcade: "Wie reagiert die imm cologne auf die Entscheidung?"
Wolfgang Kranz: "Im Gegensatz zu Firmenpräsentationen erhalten Messen ihre Bedeutung und ihren Charakter durch die Vielfältigkeit in Angebot und Nachfrage und müssen dementsprechend für eine Vielzahl unterschiedlicher Marktteilnehmer effizient und zielführend sein. Insofern sind Ziel und Zielgruppen derartiger Firmenevents nicht vergleichbar mit Messen im eigentlichen Sinn.
Die imm cologne hat als langjährig gelernte und international ausgerichtete Plattform eine völlig andere Aufgabe und Zielsetzung. Es geht hier eben um das bestmögliche und effiziente Zusammenbringen einer Vielzahl von Ausstellern mit dem deutschen und weltweiten Einrichtungshandel, Architekten, Bauträgern und Planern. Zusätzlich spricht die imm cologne an den beiden Publikumstagen auch den Endverbraucher an und generiert im Sinne einer Branchenwerbung über die eigene Presse- und Werbearbeit weltweite Aufmerksamkeit für das gesamte Möbel- und Einrichtungsthema bis zum Verbraucher.
Nur in Deutschland gibt es diese breit aufgestellte Veranstaltungslandschaft der Haus- und Verbandsmessen. Es stellt sich die Frage, ob wir uns alle gemeinsam das weiter leisten wollen oder ob nicht eine Konzentration auf die imm cologne als auch international anerkannte Plattform geboten ist. Denn gerade für die deutsche Möbelbranche mit ihren internationalen Export und Beschaffungsinteressen ist es von essentieller Bedeutung, international wahrgenommen zu werden. Ein konzentrierter Auftritt ist aber die Voraussetzung, um im globalen Maßstab Beachtung zu finden."