Klostermann Küchen nach der zweiten Insolvenz: Die Aussichten für einen weiteren Neuanfang sehen in der Branche viele skeptisch.

Klostermann Küchen

Die Investoren-Suche geht weiter

Zwei Wochen nachdem Klostermann Küchen (bzw. die Nachfolgegesellschaft Klostermann Inspiration GmbH) zum zweiten Mal den Insolvenzantrag gestellt hat, gibt Rechtsanwalt Stefan Meyer dennoch die Hoffnung nicht auf. Entsprechend läuft der Betrieb in Rödinghausen mit rund 50 Mitarbeitern weiter. Die Auftragslage sei "zufriedenstellend".

Hintergrund für die zweite Insolvenz seien die anhaltenden Rentabilitätsprobleme und Liquiditätslücken, obwohl die beiden Klostermann-Manager Anke Grubba und Ingo Seidel nach der Übernahme im Juni 2009 durchaus bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen hatten. Die Produktion erstreckt sich derzeit über Küchen für den Fachhandel im Preiseinstieg und mittleren Segment sowie über zerlegte Küchen für Bau- und Mitnahmemärkte. Die bisher geführten Gespräche mit Kunden, Lieferanten und der Hausbank würden "ein vitales Interesse an dem Erhalt des Unternehmens" bestätigen, der allerdings nur durch einen nachhaltigen Sanierungs- und Restrukturierungsprozess erreicht werden kann. In einer Betriebsversammlung am 25. Mai hätten zumindest die Arbeitnehmer ihre Unterstützung zugesichert. Derzeit versucht der Insolvenzverwalter, den Geschäftsbetrieb durch Verhandlungen mit Lieferanten, Kunden und Bank aufrecht zu erhalten und neue Investoren zu finden. Zu den Chancen mag sich der Insolvenzverwalter nicht festlegen: "Insgesamt ist eine erneute Aufbruchstimmung deutlich wahrnehmbar. Allerdings ist nicht zu verkennen, dass es sehr schwierig werden dürfte, in einer Folgeinsolvenz nur knapp zwei Jahre nach der Erstinsolvenz einen Investor zu finden und zu überzeugen."

Diese Seite teilen