Market Places 2020

"Die Grundfrage lautet: Wer kann mir welche Menge Kunden zu welcher Qualität bringen?"

Der Corona-Lockdown hat der Einrichtungsbranche brutal vergegenwärtigt, dass digitale Vertriebswege nicht mehr wegzudenken sind. In einem komprimierten Workshop-Tag möchte die „möbel kultur“ gemeinsam mit den Digital-Experten von Finc3 Commerce die wichtigsten Marktplätze für die Möbelvermarktung vorstellen und Tipps & Tricks verraten, wie sich das Geschäft auf den Plattformen intensivieren lässt - am 3. September in der Founders Foundation in Bielefeld. Aufgerufen sind Hersteller, Händler und Markenanbieter, die im digitalen Business noch nicht am Limit sind und Spaß und Interesse am Austausch über die Pros und Cons der Marktplätze haben. Melden Sie sich jetzt hier an.

Mit dabei ist Arne Stock von moebel.de, Deutschlands größtem Portal für die Themen Möbel, Wohnen & Einrichten, der einen Vortrag zum Thema „Online-Marketing Landkarte 2020“ halten wird. Wir haben dem Marketing-Experten im Vorwege vier Fragen gestellt.

möbel kultur: Hat die Corona-Lage die Digitalisierung in Deutschland vorangebracht?

Arne Stock: Wir sehen, dass die Digitalisierung einen Schub erhalten hat, der aus dem Druck des Lockdowns und der Vergegenwärtigung der Versäumnisse der Vergangenheit zusammengesetzt ist. Wenn man zudem weltweit schaut und sich beispielsweise die Rekordwerte des GLORE (Global Online Retail Fonds) anschaut sieht man zudem, dass insbesondere der E-Commerce profitiert hat und dies vielleicht der dritte Treiber ist, der die Macher der Branche hierzulande gerade animiert.
 

möbel kultur: Hat sich die Bedeutung von Marktplätzen in der Corona-Situation noch einmal gewandelt?

Arne Stock: Dadurch, dass die Marktplätze fester Teil des E-Commerce sind und häufig E-Commerce-Kompetenzen bündeln, die einzelne Akteure nicht haben können, oder den bereits digitalisierten Playern der Möbelbranche zusätzliche Kunden bringen, sind sie ohnehin ein fester Bestandteil im Marketing-Mix. Ihre Bedeutung ist im Hinblick auf die Notwendigkeit des E-Commerce als einzige Wachstumsmöglichkeit gleich stark geblieben und eben als ein Teil der Online-Aktivitäten unabdingbar. Welchen Umsatzanteil sie haben und für welche Markplätze man sich entscheidet, hängt sicherlich vom Vertriebskonzept und der eigenen Größe ab. Rein organisch müsste der Anteil durch die Corona-Situation aber zugenommen haben.

möbel kultur: Welche Marktplätze sind für das Home & Living-Segment besonders interessant?

Arne Stock: Zunächst möchte ich den Begriff Marktplätze um Portale & Suchmaschinen erweitern. Zum einen natürlich, um hier moebel.de zu nennen und nochmal abzugrenzen, dass moebel.de beim Verkaufen hilft – sowohl für Online-Shops, für stationäre Händler als auch für Hersteller und Marken. Zum anderen aber, um die ganze Klaviatur der Online Maßnahmen ins Verhältnis zu setzen – darüber werde ich auch in meinem Vortrag sprechen.

Des Weiteren sind auch viele Online-Shops mittlerweile Marktplätze, weil sich z.B. Verbände mit Zentralshops im Markt bewegen oder ehemalig reine Versandhändler nun auch für andere Händler geöffnet haben. Eines eint aus Sicht des Werbetreibenden bzw. Händlers, der sich überlegt, wo er seine Waren & Dienstleistungen anbieten will, aber alle: Der Kundenzugang. Wer kann mir welche Menge Kunden zu welcher Qualität bringen?

möbel kultur: Bei aller Digitalität momentan – freuen Sie sich auf unseren analogen Market Places Day in Bielefeld am 3. September?

Absolut! Wir nehmen diesen Herbst sowohl an analogen als auch an digitalen Formaten teil. Wir sind physisch und digital erreichbar und werden beides auch weiterhin anbieten – aber die analoge Form der Begegnung ist aus meiner Wahrnehmung noch nicht durch die digitale Variante ersetzbar. Es ist eine gute Ergänzung – und so empfehle ich auch jedem, den E-Commerce zu sehen: es geht nicht mehr ohne ihn, aber die Grundlagen von Commerce – bzw. von Begegnung – sind eben nicht e-lektronisch.

 

Melden Sie sich jetzt hier an. Wer Fragen zu den Sicherheitsvorkehrungen in der Founders Foundation hat, kann sich im Vorfeld gern bei unserem Event-Director Matthias Janz informieren.

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