E.G.O.

Die Gerätebranche vor neuen Herausforderungen

Trotz Absatzrückgängen der Partner in der Geräteindustrie, Währungsschwankungen und Lieferengpässen bei den Bauteilen konnte E.G.O. seinen Umsatz 2018 annähernd halten. Mit 5.646 Mitarbeitern erwirtschaftete der Zulieferer von Hausgeräte-Komponenten 603 Mio. Euro (- 0,9 % im Vergleich zu 2017). Für 2019 plant Dirk Schallock, seit Jahresanfang neuer Vorsitzender der Geschäftsführung, wieder ein Wachstum von 4,5 Prozent, wie dieser auf der Pressekonferenz am 28. Mai in der gerade erst fertiggestellten Firmenzentrale erklärte.
Der Geschäftsbereich „Hot“ ist traditionell der stärkste. Er hat mit Produkten zum Kochen und Backen oder zum Grillen sowie mit Komponenten für Dunstabzugshauben auch 2018 wieder einen Umsatzanteil von 392 Mio. Euro mehr als die Hälfte des Unternehmensumsatzes beigesteuert. Der zweitgrößte Anteil am Umsatz entfällt mit 73 Mio. Euro auf den Geschäftsbereich „Wet“, also Lösungen für das Geschirrspülen oder Waschen.
„Wir unterscheiden bei E.G.O. elektromechanische und elektronische Produkte. Bei den elektromechanischen Produkten entwickelte sich der Umsatz vor allem bei den Thermostaten und Rohrheizkörpern sehr positiv. So schlagen die Thermostate mit einem Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu Buche. Bei den elektronischen Produkten waren unsere Produkte rund um die Induktionstechnologie mit 11,3 Prozent und die innovativen Touch Controls mit 8,2 Prozent starke Umsatztreiber. Und auch unsere Komponenten für das professionelle Kochen haben mit 8,2 Prozent ordentlich zugelegt“, analysierte Wolfgang Bauer, Geschäftsführer Vertrieb und Produktmanagement, das Geschäftsjahr 2018.
Über Smart Home und die wachsende Bedeutung der Digitalisierung hinaus drückten neue Spieler in den Markt, die bislang in der Hausgeräte-Branche keine große Rolle gespielt hätten. All das führe dazu, dass E.G.O. noch agiler und anpassungsfähiger werden müsse. „Dazu gehört die deutliche Stärkung unserer Innovationskraft – aber auch, dass wir unsere FoCus-Strategie – das steht als Kurzform für „For Customers“ – noch intensiver umsetzen werden. Wir müssen so nahe wie möglich an unseren Kunden und Märkten dran sein.“ So lautet Schallocks Appell.

 

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