OC&C-Studie

Die Deutschen werden immer preisbewusster

Die Krise hat auch Auswirkungen auf das Preisbewusstsein der Konsumenten. Das ergab die Preisstudie 2009 der Strategieberatung OC&C Strategy Consultants, welche die Schätzgenauigkeit von Produktpreisen aus den Branchen Baumärkte, Lebensmitteleinzelhandel,

Die Krise hat auch Auswirkungen auf das Preisbewusstsein der Konsumenten. Das ergab die Preisstudie 2009 der Strategieberatung OC&C Strategy Consultants, welche die Schätzgenauigkeit von Produktpreisen aus den Branchen Baumärkte, Lebensmitteleinzelhandel, Textileinzelhandel, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, Parfümerie, Schuhe und Sport analysiert. Demnach verschätzen sich deutsche Verbraucher nur noch um 9,1 Prozent, 2008 lag der Wert noch bei 10,1 Prozent. Das ist zwar ein neuer Rekord, trotzdem liegt die Bundesrepublik damit im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Am genauesten tippen die Franzosen mit 4,7 Prozent Abweichung und die Niederländer (6,9%). In den USA sind die Auswirkungen der Krise auf das Kaufverhalten am deutlichsten zu spüren. Nach einer Schätzabweichung von 17,9 Prozent in 2008, liegt der Wert jetzt bei 10 Prozent.
Interessant ist auch der Geschlechtervergleich: In vier der fünf untersuchten Sortimentsbereiche schätzen die Frauen die Preise besser ein als die Männer. Einzige Ausnahme: die Unterhaltungselektronik.
Die Preisstudie ermöglicht zusätzlich Rückschlüsse darauf, wie einzelne Unternehmen wahrgenommen werden. Demnach gelang es beispielsweise Praktiker in diesem Jahr, vom Kunden um 3,8 Prozent günstiger wahrgenommen zu werden als es der realen Preisposition entspricht. Hornbach liegt dagegen bei der Beurteilung der Preisglaubwürdigkeit deutlich hinter Praktiker. Dafür erreicht das Unternehmen bessere Werte bei der Filialgestaltung, der Kompetenz des Verkaufspersonals und der Qualität der Eigenmarken.