Ein Spiegelbild der "Atmysphere"-Inszenierung, die alle Besucher in ihren Bann zog.

Tisca Textil-Geschäftsführer Andreas Honer steuert ein Hochwert-Kurs für die handgewebten Teppiche.

Jürgen Dahlmanns von Rug Star freute sich über den Besucherzuspruch. neu bei ihn: Multishape, das Auflösen der Konturen, und dass jetzt in Afghanistan gewebt

Domotex 2020

Die Besucherqualität stimmte

Das angenehme Gefühl „als wären die Kunden Piranhas“ hatte Jürgen Dahlmanns von Rug Star am ersten Domotex-Tag, als viele gleichzeitig seinen Stand stürmen und orderten. So toll erlebten nicht viele Aussteller den Messeauftakt in Hannover, doch dass wichtige ausländische Einkäufer schon am ersten Tag vor Ort waren, bestätigten auch andere Aussteller. Von einem Handelspartner aus Australien, der wegen der Feuer nicht fliegen konnte, dem aber der Anblick via Smartphone reichte, um zu ordern, weil er Vertrauen in die Qualität der handgewebten Teppiche hat, berichtete Tisca Textil-Geschäftsführer Andreas Honer. Stimmig dazu heißt es im Abschlussbericht der gestern Abend zu Ende gegangenen Domotex, dass 70 Prozent der rund 35 000 Besucher aus dem Ausland anreisten, um sich bei über 1.400 Aussteller aus mehr als 60 Nationen über Trends, Produkte und Lösungen zu informieren. Mit dem Leitthema „Atmysphere“ hatte die größte und bedeutendste Handels-, Innovations- und Trendplattform für Teppiche und Bodenbeläge alle Eigenschaften des Bodens inszeniert, die auf Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Wohlbefinden einzahlen. Dies spiegelte sich auch im Produktangebot der Aussteller wider.

„Die Domotex ist und bleibt die internationalste Messe in unserem Portfolio. Wir freuen uns, dass Besucher aus allen Teilen der Welt nach Hannover kommen und im Schnitt 2,3 Tage bleiben. Davon 60 Prozent aus Europa, 25 Prozent aus Asien, 10 Prozent aus Amerika und alle anderen aus Afrika und Australien“, so Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG.

„Wir sind beeindruckt von der positiven Resonanz sowie dem faszinierenden Spirit der Domotex. Die Besucherzahlen spiegeln die aktuelle Marktkonzentration wider. Die nochmals gestiegene Besucherqualität auf der Messe ist wichtig für Impulse im Geschäftsjahr 2020. Der Anteil der Entscheider liegt bei 90 Prozent, davon fungiert jeder zweite als Mitglied der Geschäfts-, Unternehmens- oder Betriebsleitung“, sagt Sonia Wedell-Castellano, Global Director Domotex. „Was mich außerdem freut: Die rege Ausstellerbeteiligung am Leitthema „Atmysphere“, der Erfolg und die Anerkennung für den moderner gestalteten Treffpunkt Handwerk sowie zahlreiche Aussteller, die ihre Teilnahme für 2021 schon bestätigt haben.“

 Die hohe Qualität der Veranstaltung betont Arman J. Vartian, Inhaber, Vartian Carpets, Wien, Österreich, ein Rückkehrer nach fünfjähriger Pause. „Unser Eindruck ist, dass die Domotex eine gute Entwicklung nimmt“, so Vartian. „Die Stände sind schöner und ansprechender geworden und die Messe ist sehr bemüht, die Branche zu unterstützen.“ Die enorme Bandbreite lobt Anke Hattingh, Leiterin Marketing, Mapei GmbH, Großostheim. Dies sorge für „viel Inspiration“. „Für uns gibt es keine bessere Messe in Europa für Reichweite“, unterstreicht Bernhard ter Hürne, Geschäftsführer, ter Hürne GmbH & Co. KG, Südlohn. „Wir sind nach zwei Jahren Abwesenheit wieder zurück auf der Domotex, weil das Treffen mit unseren Handelskunden und potenziellen Neukunden wegen der großen Internationalität sehr effektiv ist, was die Domotex 2020 bestätigte“, fasst Olivier Bossuyt, Geschäftsführung Vertrieb, ivc group, Avelgem, Belgien, zusammen.

Als „Pflichttermin“ bezeichnete Mirco Schäpe, Produktmanager LVT der JAB Teppiche Heinz Anstoetz KG, die Domotex, die Michael Massmann, National Sales Manager & Vice President bei Textile Trading Group, Winter Park, USA, seit drei Jahren vor allem zur Anbahnung neuer Geschäftskontakte nutzt. Dieses Ziel verfolgt laut Umfrage nahezu jeder zweite Besucher.

Über viel Laufkundschaft und zahlreiche Neukunden freute sich Fred T. Keller, Marketingdirektor, Theo Keller GmbH, Bochum. Als Hauptgrund dafür nennt er die stetige Weiterentwicklung der Messe, die durch die neue Hallenaufteilung in 2020 einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. „Wir haben durch das neue Konzept viel mehr spontane Kundenkontakte und sind wahnsinnig zufrieden.“

Erste Impressionen sehen Sie hier, einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der nächsten "möbel kultur"

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