Ausstellung in Herford

Die Anfänge der Serienmöbelindustrie

In Herford wurde heute die vom Verein für Herforder Geschichte organisierte Ausstellung "Gustav Kopka – Die Anfänge der Serienmöbelindustrie im Raum Herford 1861-1952" eröffnet. Die Ausstellung in den Räumen der

In Herford wurde heute die vom Verein für Herforder Geschichte organisierte Ausstellung "Gustav Kopka – Die Anfänge der Serienmöbelindustrie im Raum Herford 1861-1952" eröffnet. Die Ausstellung in den Räumen der Sparkasse Herford soll bis zum 20. Juni gezeigt werden und danach an anderen Orten wiederholt werden. Eine umfassende Publikation zum Thema ist für das nächste Jahr geplant.
In dem Zeitraum, den die Ausstellung in Tafeln und zahlreichen Original-Exponaten aufleben lässt, entstanden in Herford etwa 100 Möbelfabriken. Als Begründer der industriellen Möbelproduktion in Herford gilt der Unternehmer Gustav Kopka. Für die Region war seine Firmenpolitik richtungweisend, auch wenn er nicht der erste Serienmöbelfabrikant in Deutschland war. Kopkas Wirken steht denn auch im Mittelpunkt der Ausstellung, die mit viel Engagement durch Christina Pohl, Manfred Pirscher und Christoph Laue vom Kommunalarchiv der Stadt zusammengetragen wurde, grafisch unterstützt von Elke Brunegraf. Finanzielle Hilfe gab es von der Sparkassenstiftung.
1861 wurde die erste dampfbetriebene Möbelfabrik in der Region von Rudolf Kopka in Betrieb genommen. Nach diesem Vorbild folgten weitere Firmengründungen, die die die Herforder Möbel bekannt machten.
Bis heute ist die Möbelindustrie in Ostwestfalen-Lippe ein bedeutender Wirtschaftszweig. Etwa 70 Prozent der deutschen Küchenmöbel werden hier produziert. Und acht Regional- und Fachverbände der Holz- und Möbelindustrie sind in Herford unter dem Dach der "Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V." ansässig.