Hochschule Rosenheim

Deutsches Institut für Möbeltechnik bekommt neue Struktur

Im Rahmen einer Pressekonferenz der Hochschule Rosenheim des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen auf der imm cologne wurde heute bekanntgegeben, dass das Deutsche Institut für Möbeltechnik (DIM) in Rosenheim

Im Rahmen einer Pressekonferenz der Hochschule Rosenheim des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen auf der imm cologne wurde heute bekanntgegeben, dass das Deutsche Institut für Möbeltechnik (DIM) in Rosenheim neu strukturiert wird. Das Institut bündelt akademisches und technisches Know-how mit jahrzehntelanger Erfahrung und dient der Möbelindustrie als Prüfinstitut für die Beurteilung der Qualität von Möbeln, Beschlägen und weiteren Möbelzulieferprodukten sowie als Partner für die Normungsarbeit und bei Weiterbildungsmaßnahmen und Forschungsvorhaben. „Ziel des Kompetenzzentrums für Möbeltechnik und Möbelprüfung ist es, Möbelqualität messbar zu machen, individuell auf den Prüfstand zu stellen und nachhaltig im Dialog mit den Herstellern und im Sinne des Endverbrauchers zu erhöhen“, erläutert Institutsleiter Professor Thorsten Ober.

So soll die Kooperation zwischen der Hochschule und dem DIM weiter ausgebaut werden, damit die Möbelentwicklung und der Möbelbau am Standort Rosenheim insgesamt eine Stärkung erfahren. „Die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem Institut für Möbeltechnik ist eine Win-Win-Situation mit sehr guten Synergieeffekten, denn sie verzahnt akademisches und technisches Wissen. In interdisziplinären Teams werden beide Parteien einander stärken und bereichern“, ist Hochschulpräsident Professor Dr. h.c. Heinrich Köster überzeugt. Unter anderem sollen Wissenschafts- und Technologietransfers stattfinden, im Zuge derer in den Bereichen Normung, Forschung und Entwicklung sowie Weiterbildung interagiert werden kann. „Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Mit dem neu aufgestellten Institut wollen wir gemeinsam in nationalen und internationalen Normungsgremien an der Weiterentwicklung wichtiger Branchenstandards arbeiten“, so Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen.

Zu den weiteren Leistungen des DIM Rosenheim gehört die Durchführung von Möbelprüfungen entsprechend den nationalen und internationalen Standards wie beispielsweise DIN, EN, RAL GZ 430, BS und ANSI/BIFMA. Sichergestellt werden dabei unter anderem die Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit, Dauerhaltbarkeit und Gesundheitsverträglichkeit sowie Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit. Darüber hinaus stehen Material- und Oberflächeneigenschaften der Möbel und auch die Überprüfung der Nutzerakzeptanz von Design und Funktion im Fokus. Aktuell investiert das Institut in zusätzliches Prüfequipment und Fachpersonal. Neuer Geschäftsführer ist der Diplom-Ingenieur Reimund Heym, der über mehr als 35 Jahre Berufserfahrung in der Möbel- und Materialprüfung und Erstellung technischer Regelwerke verfügt. Bereits in der Vorbereitung befindet sich das DIM auf die Akkreditierungen durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) und die Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS). „Noch im laufenden Jahr 2017 werden wir anerkannte Prüf- und Zertifizierungsstelle für das GS-Zeichen sein und damit unser Angebotsportfolio für die Möbelindustrie vergrößern“, sagt Reimund Heym. Schon jetzt führen die Prüfingenieure des DIM Rosenheim auch Betriebsinspektionen zur Aufrechterhaltung von Zertifikaten wie dem RAL-Gütezeichen „Goldenes M“ durch.