GfK

Deutsche Verbraucher kaufen sich glücklich – Sparen immer unattraktiver

Überaus schwungvoll startet die Stimmung der Bundesbürger ins Jahr 2014. Die Deutschen sehen die heimische Wirtschaft klar im Aufwind, so das Ergebnis der GfK-Klimastudie für Januar. Demnach nimmt die Konjunkturerwartung

Überaus schwungvoll startet die Stimmung der Bundesbürger ins Jahr 2014. Die Deutschen sehen die heimische Wirtschaft klar im Aufwind, so das Ergebnis der GfK-Klimastudie für Januar. Demnach nimmt die Konjunkturerwartung bereits zum fünften Mal in Folge zu. Und mit einem Plus von 12 Punkten ist der Anstieg überaus kräftig. Der Indikator liegt damit mehr als 46 Zähler über seinem entsprechenden Vorjahreswert und steht aktuell bei 35,3 Punkten. Das ist der höchste Wert seit Juli 2011.
Im Schlepptau dieser optimistischen Konjunkturaussichten legt die Einkommenserwartung der Verbraucher zu. Nach einem Plus von 6,7 Punkten klettert der Indikator auf 46,2 Zähler. "Man muss in der Historie des Einkommensindikators genau 13 Jahre zurückgehen, um einen besseren Wert zu finden", betont die GfK. Im Januar 2001 wurde mit 49,4 Punkten zuletzt ein höherer Wert gemessen. Der Trend ist damit wieder deutlich nach oben gerichtet.
Auch die Einkommenserwartung hat sich erhöht. Eine robuste gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit einer stabilen Beschäftigungssituation bietet Raum für Einkommenssteigerungen bei den Arbeitnehmern. Vor dem Hintergrund einer überaus moderaten Inflation stärkt dies die Kaufkraft der Konsumenten nachhaltig. Folglich ist der große Einkommensoptimismus laut GfK durchaus angebracht und nachvollziehbar.
Bei der Anschaffungsneigung kann der Indikator sein Sieben-Jahres-Hoch aus dem Vormonat noch einmal um 3,9 Punkte übertreffen und kommt nun genau auf 50 Punkte. Unmittelbar vor der Mehrwertsteuererhöhung im Januar 2007 wurde zuletzt ein besserer Wert für die Konsumneigung gemessen. "Vor dem Hintergrund steigender Einkommensaussichten sowie einer auf ein neues Rekordtief gerutschten Sparneigung ist es nur folgerichtig, dass die Anschaffungsneigung zulegt. Sparen ist in den Augen der Konsumenten offenbar zuletzt noch etwas unattraktiver geworden. Mehr und mehr Verbraucher überlegen, das Geld für Anschaffungen auszugeben als es auf die Bank zu tragen", unterstreicht die GfK.
Der Gesamtindikator des Konsumklimas prognostiziert für Februar 2014 einen Wert von 8,2 Punkten nach revidiert 7,7 Zählern im Januar. Das ist der höchste Wert seit August 2007. Der Aufwärtstrend des Konsumklimas gewinnt somit deutlich an Fahrt. Damit zeichnet sich bereits zu Jahresbeginn ab, dass der Konsum auch in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum leisten wird.