VDM

Deutsche Möbelausfuhren stabil

Die deutschen Möbelausfuhren erreichten laut vorläufiger Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2025 mit rund zwei Mrd. Euro nahezu das Vorjahresniveau (minus 0,5 %), nachdem im Gesamtjahr 2024 noch ein Rückgang von 5,5 Prozent verzeichnet worden war.

Umsatzminus von rund 1 Prozent bis Ende Juli / Prognose für das Gesamtjahr 2025: Umsatz erreicht das Vorjahresniveau (Grafik: VDM)

Die Entwicklung auf den wichtigsten Auslandsmärkten verlief unterdessen uneinheitlich. Die deutschen Möbellieferungen auf den Hauptabsatzmarkt Frankreich sanken um 2,2 Prozent auf 317 Mio. Euro. Auch die Ausfuhren nach Österreich (minus 0,3 %), in die Niederlande (minus 2,2 %), in das Vereinigte Königreich (minus 7,4 %) und nach Belgien (minus 2,1 %) gaben nach. Erfreulich entwickelten sich dagegen die Exporte in die Schweiz (plus 2,9 %), die zweitwichtigste Absatzregion. Deutliche Zuwächse gelangen auch in Italien (plus 8,9 %) sowie in Spanien (plus 11,6 %), dem derzeit am schnellsten wachsenden Wohnungsmarkt in Europa.

Die Möbelexporte in die Vereinigten Staaten wuchsen ebenfalls kräftig (um 9,6 %). „Beim Anstieg der Möbelausfuhren auf den amerikanischen Markt haben möglicherweise Vorzieheffekte infolge der drohenden US-Zölle eine Rolle gespielt“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK).

Einfluss hatte die amerikanische Handelspolitik nach Einschätzung von Kurth auch auf die Entwicklung der Möbelimporte nach Deutschland, die um 17 Prozent auf rund 3 Mrd. Euro anzogen. So sei der starke Anstieg der Importe aus China (plus 37 %) und Vietnam (plus 23,5 %) vermutlich teils auf Umlenkungseffekte infolge der US-Zollpolitik zurückzuführen. China rückte damit wieder auf Platz eins der Lieferländer vor Polen. „In einem ohnehin schon anspruchsvollen Marktumfeld in Deutschland erhöhen die zusätzlichen Mengen aus Asien den Druck auf unsere Hersteller noch weiter”, so Kurth.