VdDK

Deutsche Küchenmöbler haben ihre Weltmeister-Rolle erfolgreich verteidigt

Um genau 5,9 Prozent auf 4,039 Mrd. Euro konnte die deutsche Küchenmöbelindustrie ihren Umsatz im vergangenen Jahr steigern, so ergab jetzt die Berechnung des VdDK auf Basis der Zahlen des

Um genau 5,9 Prozent auf 4,039 Mrd. Euro konnte die deutsche Küchenmöbelindustrie ihren Umsatz im vergangenen Jahr steigern, so ergab jetzt die Berechnung des VdDK auf Basis der Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Dabei fiel der Umsatzzuwachs im Inland mit 6,68 Prozent (auf 2,562 Mrd. Euro) höher aus als der im Ausland mit 4,57 Prozent Plus (insgesamt 1,476 Mrd. Euro). Auch wenn die Exportquote somit leicht auf 36,62 Prozent zurückfiel, wertet VdDK-Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann gerade die Auslandsentwicklung als positiv, da den Unternehmen vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise und Rezession in einigen Ländern Verdrängungseffekte gelungen seien. So habe sich die deutsche Küchenmöbelindustrie wiederum als die leistungsfähigste und produktivste weltweit bestätigt.
Daneben hebt Heumann die positive Entwicklung der Inlandskonjunktur hervor: "Anders als in der Vergangenheit hat die Konsumneigung der deutschen Verbraucher deutlich zugenommen. Der Möbelsektor profitiert darüber hinaus von einem regelrechten Immobilienboom. Wachsende Skepsis gegenüber Kapitalmärkten, ein historisches niedriges Zinsniveau sowie eine zunehmende Nachfrage im gesamten Renovierungssektor insbesondere in Ballungszentren haben dazu geführt, dass 2011 der Anstieg der Baugenehmigungen mit über 25 Prozent so hoch ausgefallen ist wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Wohnungen, die gebaut oder renoviert werden, müssen auch eingerichtet werden – wovon gerade die Küchenmöbelindustrie nachhaltig profitiert."
Nicht zuletzt mit Blick auf den anhaltenden Positivtrend in Osteuropa und Asien geht der VdDK von weiterem wachstum in 2012 aus. Dafür spreche die Tatsache, dass die regen Aktivitäten im Bausektor erst mit einer zeitlichen Verzögerung die Küchenmöbelbranche erreichen, ebenso wie die Auftragseingänge zum Jahresende. Bezogen auf das Inland nahmen diese um 3,5 Prozent zu. Auch der Handel berichte über eine positive Bestelltätigkeit der Verbraucher.