Pfleiderer AG

Deutlich verbesserte Ertragslage nach Restrukturierung

Das Restrukturierungsprogramm der Pfleiderer AG zeigt Erfolge. Im Rahmen der heutigen Bilanz-Pressekonferenz in München meldete der im SDAX notierte Mischkonzern ein erfolgreiches Rumpfgeschäftsjahr und eine weitgehende Umsetzung der anvisierten Maßnahmen.

Das Restrukturierungsprogramm der Pfleiderer AG zeigt Erfolge. Im Rahmen der heutigen Bilanz-Pressekonferenz in München meldete der im SDAX notierte Mischkonzern ein erfolgreiches Rumpfgeschäftsjahr und eine weitgehende Umsetzung der anvisierten Maßnahmen. (Siehe auch online-news vom 19.7.2000)
"Wir haben die dringend notwendige Restrukturierung weitgehend abgeschlossen, die Kernaktivitäten gestärkt und neue Geschäftsfelder erschlossen", erklärte der seit April 2000 amtierende Vorstandsvorsitzende Dr. Ralf H. Bufe. So wurde unter anderem die Produktion an drei Standorten planmäßig zum Jahresende eingestellt und die Kapazität an zwei anderen Standorten erweitert. Im Zuge der Konzentration auf die Kernkompetenzen trennte sich das Unternehmen von seiner 50-Prozent-Beteiligung an Pannovosges S.A. und der Katz Werke GmbH. Außerdem erfolgte der gezielte Ausbau der Sparten Telekommunikation und Windenergie hin zum Komplettanbieter.
Im Berichtszeitraum (1. Juni bis 31. Dezember) erzielte Pfleiderer einen Umsatz von 830,3 Mio. Euro gegenüber 840,5 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Desinvestitionen stieg der Umsatz von 794,9 Mio. Euro auf 808,7 Mio. Euro. Auch ohne Berücksichtigung des positiven Saldos aus außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 30,1 Mio. Euro auf 31,2 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss belief sich auf 23,5 Mio. Euro während im Geschäftsjahr 1999/2000 noch ein Fehlbetrag von 8,6 Mio. Euro verzeichnet wurde. Entscheidenden Beitrag an der positiven Ertragsentwicklung leistete der Geschäftsbereich Holzwerkstoffe, der mit einem Anteil von 55 Prozent die Kernaktivität des Konzern darstellt.
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital stieg von 8 auf 11,7 Prozent, gleichzeitig konnten die Finanzschulden um 73,2 Mio. Euro auf 573,1 Mio. Euro reduziert werden. Vor diesem Hintergrund werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 10. Juli 2001 für das Rumpfgeschäftsjahr die Zahlung einer Dividende von 0,20 Euro je Stückaktie vorschlagen.
Im laufenden Geschäftsjahr setzt sich der positive Trend weiter fort. Vor dem Hintergrund der aktuellen Geschäftslage in den einzelnen Segmenten erwartet Bufe ein zweistelliges Ergebniswachstum und prognostizierte ein ETB in Höhe von rund 50 Mio. Euro. Gleichzeitig kündigte der Vorstandschef wesentliche Investitionen an. So will der Konzern unter anderem mit einem neuen Dämmstoffwerk im Großraum Moskau seine Marktführerschaft in Russland weiter ausbauen.