Achim Türklitz
Der Möbelhändler und Weltenbummler wird 70
Den Hut fürs Operative hat er vor zwei Jahren an seinen Sohn abgegeben, doch sein Herz schlägt natürlich nach wie vor für Möbel Hübner: Achim Türklitz. Der Senator und Möbelhändler
Den Hut fürs Operative hat er vor zwei Jahren an seinen Sohn abgegeben, doch sein Herz schlägt natürlich nach wie vor für Möbel Hübner: Achim Türklitz. Der Senator und Möbelhändler aus Berlin wird am 11. Mai 70 Jahre alt. Und kann an diesem Tag auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Als Spross zweier Berlin/Brandenburger Möbeldynastien sah zunächst alles danach aus, dass Türklitz in die Fußstapfen der Eltern treten sollte. Nach dem Abitur ließ er sich solide ausbilden, indem er eine Banklehre absolvierte, lernte bei einem amerikanischen Traditionsunternehmen in St. Louis und ging anschließend zu Pfister in die Schweiz. Es folgten Marketingkurse in Harvard – der glanzvollen Möbel-Karriere schien nichts mehr im Wege zu stehen. Bis auf die Liebe, die Achim Türklitz in Form einer österreichischen Diplomatentochter fand. Gegen den Willen seiner Eltern heiratete er und damit war der Einstieg ins Unternehmen erst einmal verwehrt. Die Ehe ging nach kurzer Zeit in die Brüche und Türklitz hielt sich mit einer Osthandelsfirma, die Möbel aus der DDR im Westen vertrieb, vorläufig über Wasser. Doch mit Engagement florierte der Handel. "1.200 Lastwagen rollten schon bald für ihn durch halb Europa. Nur das Geschäft mit dem eigenen Vater blieb schwierig: Möbel Hübner war mit Abstand mein kleinster Kunde", so Achim Türklitz. 1973 dann fand er die Frau fürs Leben, die auch seinen Eltern gefiel: mit Malgorzata ist der Jubilar noch heute verheiratet und hat drei gemeinsame Kinder. Bereits ein Jahr zuvor hatte Türklitz' Vater entschieden, die Hälfte von Möbel Hübner an einen englischen Konzern zu verkaufen – eine unverhoffte Chance für den Sohn, wieder ins elterliche Geschäft einzusteigen. "Mein Vater sprach ganz gut Englisch, der Finanzchef nur mittelprächtig und ich war der einzige, der überhaupt keine Schwiergkeiten hatte – und plumps war ich auf einmal Hauptgeschäftsführer." In dieser Position gelang es ihm innerhalb kurzer Zeit, namhafte Möbelmarken als Zulieferer zu erkämpfen. Nur zehn Jahre später kauften Vater und Sohn die Anteile an der Firma "für nen Appel und nen Ei" zurück. Seidem ist Möbel Hübner wieder im Familienbesitz. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen Mitglied beim Union-Verband.
Aus einer Sache hat Achim Türklitz allerdings seine Lehren gezogen: "Wenn Vater und Sohn zusammen die Firma führen wollen, gibt's immer Krach. Deshalb rede ich meinem Sohn Albert nicht rein und lasse ihn die Firma eigenständig führen." [page_break] Für Türklitz bleibt nun mehr Zeit, sich seinen Hobbies Golfen, Fremdsprachen und vor allem Segeln, zu widmen. Auf diesem Gebiet hat er es sogar bis in die Nationalmannschaft geschafft. Seit seiner Jugend kreuzt er zweimal im Jahr mit seiner Crew über den Atlantik bis in die Karibik. 2011 plant der Skipper eine Weltreise. Sein persönliches Resümee zu Besitz und Kauflust: "Ich hab ein wunderschönes Haus, einen normalen Mercedes und ein 19 Jahre altes Segelboot – mehr brauche ich nicht." Für die Möbel Hübner-Kunden gibt es aber natürlich zum 70. Geburtstag des Seniorchefs vom 3. bis 21. Mai einmalige Rabatte.

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