Rocket Internet
Der Mega-Börsengang soll noch in diesem Jahr erfolgen
"Unsere Mission: Wir wollen die größte Internet-Plattform außerhalb von China und den USA werden." Klar, denn nach der Ankündigung des chinesischen Online-Riesen Alibaba, noch in diesem Jahr an die Börse
"Unsere Mission: Wir wollen die größte Internet-Plattform außerhalb von China und den USA werden." Klar, denn nach der Ankündigung des chinesischen Online-Riesen Alibaba, noch in diesem Jahr an die Börse zu gehen, bleibt für Rocket Internet hinter Amazon vorerst nur der dritte Platz unter den E-Commerce-Giganten. Doch auch die Bronzemedaille hat es in sich.
Heute beschäftigt Rocket Internet 20.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern auf fünf Kontinenten. Geschäftsmodelle, die sich als erfolgreich erwiesen haben, übernimmt das Unternehmen der Samwer-Brüder und wendet sie vor allem in ungesättigten Märkten an. Kritiker werfen Rocket Internet daher vor, eine Klon-Maschine zu sein, die es immerhin auf 757 Mio. Euro Umsatz (ohne Zalando) im vergangenen Jahr gebracht hat.
Jetzt hat Rocket Internet eigens eine Internet-Seite für Interessenten aufgelegt (https://ipo.rocket-internet.com), um ihnen die künftigen Aktien schmackhaft zu machen – so viel Transparenz muss bei einem IPO nun mal sein. Schließlich sollen bei dem bevorstehenden Börsengang 750 Mio. Euro für die weitere Expansion eingespielt werden. Da die AG derzeit mit etwa 5 Mrd. Euro bewertet wird, entspricht das Handelsvolumen 15 Prozent der Unternehmensanteile.
Die Aktien sollen vorerst im Entry Standard der Frankfurter Börse gehandelt werden. Die Besonderheit: Die Transparenzforderungen sind dort niedriger als beispielsweise im Prime Standard, mit dem Zalando gehandelt werden soll. Ein Zeichen dafür, dass Rocket Internet im ersten Schritt professionelle Investoren im Visier hat. Allerdings soll innerhalb der kommenden zwei Jahre der Wechsel in den "strengeren" Standard angestrebt werden.

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