Branchenbilanzen

Der magische Alno-Effekt

Das Jahr 2017 begann mit Schwankungen und schloss schließlich mit einem deutlichen Minus ab. So weit die Umsatzbilanz der deutschen Küchenindustrie, erfasst durch ­Destatis. Dabei sind die Voraussetzungen für eine

Das Jahr 2017 begann mit Schwankungen und schloss schließlich mit einem deutlichen Minus ab. So weit die Umsatzbilanz der deutschen Küchenindustrie, erfasst durch ­Destatis. Dabei sind die Voraussetzungen für eine positive Konjunktur durchaus gegeben. Überdies verwirren andere Statistiken, die keinesfalls so negativ aussehen. Schuld ist nach gängiger Meinung der „Alno-Effekt“, der nach dem insolvenzbedingten „Entzug“ von rund 200 Mio. Euro auch das deutsche Zahlenwerk erschüttert hat.

 Ein Minus von 5,8 Prozent im Inland: Das ist klingt nach einem deutlichen Signal für einen Erdrutsch. Auch auf der jüngsten AMK-Tagung wurde dies zum Thema, zumal die verschiedenen Erhebungen zumindest auf den ersten Blick nicht auf einen Nenner zu bringen sind. So stellte auch Dr. Oliver Streit bei seiner Wirtschaftsanalyse in Mannheim Schwierigkeiten bei der Interpretation des Zahlenmaterials für 2017 fest: Dabei stehen dem deutlichen Minus von Destatis (–3,9 Prozent für ­In- und Ausland) immerhin 5,9 Prozent Plus bei den Auftragsstatis­tiken des VdDK gegenüber, und während Destatis im Inland –5,83 Prozent meldet, kommt die GfK auf 0,6 Prozent Zuwachs im deutschen Handel. Für die Einbaugeräte weist der ZVEI wiederum ein Plus von drei Prozent für das vergangene Jahr aus.

Für die scheinbar widersprüchlichen Veröffentlichungen gibt es verschiedene Erklärungsmuster. Antworten darauf gibt es in der April-Ausgabe der „möbel kultur“.