Marketplaces Day 2020

"Der Lockdown war ein Digitalisierungs-Warnschuss"

Der Corona-Lockdown hat der Einrichtungsbranche brutal vergegenwärtigt, dass digitale Vertriebswege nicht mehr wegzudenken sind. In einem komprimierten Workshop-Tag möchte die „möbel kultur“ gemeinsam mit den Digital-Experten von Finc3 Commerce die wichtigsten Marktplätze für die Möbelvermarktung vorstellen und Tipps & Tricks verraten, wie sich das Geschäft auf den Plattformen intensivieren lässt - am 3. September in der Founders Foundation in Bielefeld. Aufgerufen sind Hersteller, Händler und Markenanbieter, die im digitalen Business noch nicht am Limit sind und Spaß und Interesse am Austausch über die Pros und Cons der Marktplätze haben.

Als Co-Veranstalter für den Marketplaces Day 2020 hätten wir uns niemand besseren ins Team holen können als Jan Bechler. Er ist Jahrgang 1980 und deutscher Digitalunternehmer. Bereits im Alter von 18 Jahren gründete er sein erstes Unternehmen, dem im Laufe der Jahre mehrere Firmen folgten, darunter den internationalen Wein-Distanzhändler Navinum, die Social-Media-Agentur Upljft oder die Online-Marketing-Beratungsgruppe Finc3, die mit knapp 70 Personen in Deutschland und Bratislava nationale und internationale Kunden in Digitalstrategien, E-Commerce und Performance-Marketing berät. Jan Bechler ist zudem Senior Advisor der Agenturgruppe Thjnk sowie im Beirat der Thyssenkrupp In-House-Agentur Bobby&Carl. Zudem ist er Mitveranstalter der Online Marketing Rockstars, Europas größter Konferenz und Messe für die Digitalbranche.

Im Vorfeld des Marketplaces Day haben wir ihm vier Fragen zu dem Event-Format gestellt.

möbel kultur: Lieber Herr Bechler, hat die Corona-Lage die Digitalisierung in Deutschland vorangebracht?

Jan Bechler: Die Corona-Krise und der Lockdown haben erst einmal gezeigt, an wie vielen Stellen es in puncto Digitalisierung noch hakt. Viele Unternehmen haben sich beim Umstieg auf Remote Work und Homeoffice sehr schwer getan. Vielen Unternehmen ist zudem nochmal schmerzlich die Abhängigkeit vom physischen Handel vor Augen geführt worden. Ich glaube aber, dass die Einschränkungen ein sehr deutlicher Warnschuss für viele Unternehmen gewesen sind, um die Digitalisierung ihres Geschäfts jetzt mit noch mehr Ernsthaftigkeit voranzutreiben.

möbel kultur: Hat sich die Bedeutung von Marktplätzen in der Corona-Situation noch einmal gewandelt?

Jan Bechler: Ich glaube, die Bedeutung von E-Commerce insgesamt hat sich deutlich gewandelt und ist nochmal gewachsen. Natürlich sind die großen Marktplätze dabei ein sehr relevanter Teil des Puzzles, aber auch der eigene Online-Shop ist für viele Firmen ein noch wichtigerer Absatzkanal geworden.

möbel kultur: Welche Marktplätze sind für das Home & Living-Segment besonders interessant?

Jan Bechler: Natürlich ist Amazon, der Platzhirsch, auch in diesem Segment sehr relevant – aber eben bei Weitem nicht so dominant wie in anderen Bereichen. Neben Amazon gibt es eine Reihe weiterer wichtiger Plattformen, vor allem sind hier Otto oder Wayfair, aber auch zum Beispiel Ebay zu nennen.

möbel kultur: Bei aller Digitalität momentan – freuen Sie sich auf unseren analogen Market Places Day in Bielefeld am 3. September?

Jan Bechler: Ja, sogar sehr. Denn auch wenn uns Videokonferenzen, Zoom Meetings oder Hangouts in Corona-Zeiten geholfen haben, unser Geschäft nahezu genau so effizient weiterzuführen, lässt sich der persönliche Austausch vor Ort doch nicht komplett ersetzen. Wir freuen uns auf einen spannenden Tag mit der Branche im September.

Weitere Infos über unser Event gibt es auf der Anmelde-Seite unter https://www.holzmann-events.de/market-places-2020.

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