BSH

Der Geschäftsbericht liegt vor – HomeConnect und Robotik im Fokus

Nach den vorübergehenden Veröffentlichungen der Bilanzen im März hat die BSH nun ihren Geschäftsbericht für 2014 vorgelegt, erstmals auch in elektronischer Form. Neben dem Rekordumsatz von 11,4 Mrd. Euro –

Nach den vorübergehenden Veröffentlichungen der Bilanzen im März hat die BSH nun ihren Geschäftsbericht für 2014 vorgelegt, erstmals auch in elektronischer Form. Neben dem Rekordumsatz von 11,4 Mrd. Euro – 8,4 Prozent Plus gegenüber 2013, währungsbereinigt 11,7 Mrd Euro – bestätigt die Bilanz nochmals im Detail die Dynamik des letzten Jahres.

In der Vertriebsregion I, zu der neben Deutschland im Wesentlichen die europäischen Länder umfasst, konnte die BSH den Umsatz um 11,6 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro steigern. In Deutschland lag der Umsatz 2014 bei 2,3 Mrd. Euro (+3,6%).

In der Vertriebsregion II, die Russland, den Mittleren Osten sowie Afrika abbildet, bleibt der Umsatz mit 1,6 Mrd. Euro um 3,1 Prozent insgesamt unter Vorjahr. Dies sei unter anderem auf die Entwicklungen in den von Währungsabwertungen betroffenen Märkten Russland und Türkei zurückzuführen. Gestiegen sind die Umsätze dagegen im Mittleren Osten sowie in Afrika.

In der Vertriebsregion III, die China, Nordamerika und weitere Länder im Raum Asien-Pazifik umfasst, lag der Umsatz bei 2,9 Mrd. Euro (+14,5 Prozent). In China, der zweitgrößten BSH-Gesellschaft nach Deutschland, belief sich der Umsatz dabei auf 1,8 Mrd. Euro (+16,4%).

Auch in das laufende Geschäftsjahr sei der Konzern gut gestartet, heißt es, ohne allerdings genaue Zahlen zu nennen. Als großes Thema wird die BSH vor allem dem Digitalisierungstrend folgen und zur IFA im Herbst weitere vernetzte Geräte für die HomeConnect-Sparte vorstellen. Außerdem will der Konzern bei Robotik, User Interfaces, Sensorik oder neuartige Oberflächen und Materialien innovative Zeichen setzen. Stiegen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (bereits im Geschäftsjahr 2014 um 39 Mio. Euro auf 373 Mio. Euro, sollen diese mittelfristig Um weitere 4 Prozent wachsen. Allein im Bereich F&E beschäftigte die BSH zum Jahresende weltweit 3.478 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.140), davon 1.887 in Deutschland (Vorjahr 1.745). Um Trends wie beispielsweise 3D-Druck oder Robotik zu erforschen und in konkrete Produkte umzusetzen, wurde eigens der Konzernbereich Corporate Innovation geschaffen.

Einschneidend war zudem die Übernahme von Siemens-Hausgeräten durch die Robert Bosch GmbH. In diesem Zusammenhang leistete die BSH an die Gesellschafter eine Sondergewinnausschüttung auf den Bilanzgewinn 2014 in Höhe von 346 Mio. Euro. Innerhalb der Bosch-Gruppe bleibt die BSH jedoch weitgehend eigenständig.