VHK

Der Export stagniert

Uneinheitlich entwickelt sich derzeit der Außenhandel mit Möbeln. Das gaben jetzt die Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen (VHK) bekannt. Demnach sind Exportrückgänge insbesondere in den Niederlanden und Frankreich festzustellen.

Uneinheitlich entwickelt sich derzeit der Außenhandel mit Möbeln. Das gaben jetzt die Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen (VHK) bekannt. Demnach sind Exportrückgänge insbesondere in den Niederlanden und Frankreich festzustellen. Die schwache Entwicklung des holländischen Marktes stellt jedoch keine Überraschung dar. Hier hat sich nach Angaben der Möbelverbände der Markt in den letzten fünf Jahren faktisch halbiert.
Neu und bedenklich ist demgegenüber die schwache Entwicklung des französischen Marktes. "Frankreich ist der wichtigste Außenhandelsmarkt für die deutsche Möbelindustrie. Die deutliche Verschlechterung des Konsumklimas in Frankreich wird den Außenhandel mit Möbeln daher nachhaltig treffen", so VHK-Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann. Ebenfalls leichte Verluste weisen die Exporte nach Österreich auf, während es starke Zuwächse bei Exporten in die Schweiz gibt. Optimistisch zeigt sich Dr. Heumann mit Blick auf die Entwicklung in Großbritannien. Hier sind bereits seit 2011 und mit steigender Tendenz deutliche Erholungszeichen festzustellen.
Der Möbelaußenhandel hat daher mit einem Gesamtergebnis von -0,5 Prozent faktisch stagniert. Ähnlich ist die Entwicklung auch bei der Analyse nach Produktgruppen. Bei Polstermöbeln hat der Export nach Frankreich bis zum dritten Quartal dieses Jahres 23,2 Prozent verloren. Die Niederlande mit -12 Prozent und Österreich mit -6 Prozent sind ebenfalls rückläufig, während sich der britische Markt mit einem Zuwachs von 14 Prozent deutlich erholt hat.
Die Importe an Möbeln nach Deutschland sind mit -1,4 Prozent leicht rückläufig. Dabei betreffen die Importrückgänge nahezu alle Herkunftsregionen mit Ausnahme von Polen (+2,3%) und China (+10,9%). Besonders stark rückläufig sind Importe aus Italien (-8,4%), Tschechien (-12,1%), Slowenien (-16,7%) und Österreich (-15,9%). Traditionell liegen die Importe an Küchen nach Deutschland mit einer Importquote von weniger als drei Prozent im geradezu "homöopathischen" Bereich. Zudem sind bis zum dritten Quartal 2012 diese Importe weiter zurückgegangen (-5,5%). Dr. Heumann: "Importe spielen im deutschen Küchenmöbelmarkt faktisch keine Rolle."