Die beiden Gründer und Co-CEOs von Manomano, Philippe de Chanville (l.) und Christian Raisson, sind mit der Entwicklung des deutschan Marktplatzes sehr zufrieden.

Manomano

Der DIY-Marktplatz wächst - vor allem in Deutschland

Der DIY-Marktplatz Manomano ist seit fünf Jahren auf dem deutschen Markt aktiv. Aber besonders während der Pandemie hat die französische Plattform hierzulande den Turbo eingelegt. Denn seit 2020 ist das deutsche Handelsvolumen von Manomano um 165  Prozent gestiegen - auf 113 Mio. Euro. Philippe de Chanville (l.), Mitgründer von Manomano, zieht eine entsprechende Bilanz: "Inzwischen ist der deutsche Markt Wachstumsmotor für unser gesamtes Unternehmen. Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an neuen Projekten und Markteinführungen. Wir stellen unsere Teams in den Mittelpunkt unserer Entwicklung und haben so einen Tech-Champion aufgebaut, mit dem wir unsere Branche ganz neu gestalten." 

Bereits jetzt ist Manomano.de die zweitwichtigste Plattform nach Frankreich und soll diese in Zukunft überholen, schließlich beträgt das deutsche Marktvolumen 82 Mrd. Euro. „Der deutsche DIY-Markt ist der größte in ganz Europa und bietet ein riesiges Potenzial für uns. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass er hart umkämpft und von Traditionsmarken besetzt ist“, sagt Mitgründer Christian Raisson (r.).

Denn deutsche Händler sind besonders wichtig für das Unternehmen: 75 Prozent der auf der deutschen Plattform vertretenen Anbieter sind aus Deutschland. 40 Prozent davon exportieren ihre Artikel international. Dies hängt damit zusammenhängt, dass deutsche Marken und Produkte bei den europäischen Kunden aufgrund ihrer hohen Qualität besonders gefragt sind. Größtenteils sind die auf Manomano vertretenen Händler Kleinunternehmer und Mittelständler, die durch die Nutzung der Online-Plattformen und dank des großen Serviceangebots die Möglichkeit haben, weiter zu expandieren und ihre Produkte auch  grenzüberschreitend zu verkaufen. 

In den beiden letzten Jahren hat das Logistikzentrum "ManoFulfillment" eine entscheidende Rolle für das Wachstum des Marktplatzes gespielt. Denn mit dem unternehmenseigenen Logistikdienst exportiert das Unternehmen auch die Ware deutscher Firmen ins europäische Ausland. Der kategoriespezifischen Logistikservice ist aktuell in Frankreich, Spanien und Italien ansässig. Das Logistikzentrum des Marktplatzes zielt darauf ab, die Arbeit der Händler zu vereinfachen. Darüber hinaus stattet Manomano seine Händler mit Werbung, gesponserten  Produkten und Customer Insights aus. Darüber hinaus gehören dazu die Übersetzung von Produktkatalogen, ein personalisierter Kundenservice und ein Retourenmanagement.

Geplant sind dank des diesjährigen Fundraisings eine weitere Verstärkung der Präsenz außerhalb Frankreichs, insbesondere in Deutschland, dem größten DIY-Markt in Europa. Investitionen in Technologie und Datenkompetenz sollen das Serviceangebot für Kunden, Vertriebspartner und Bauprofis weiter verbessern. Das Logistiknetzwerk soll ebenfalls weiter ausgebaut werden. Und für seine B2C-Kunden investiert das Unternehmen verstärkt in Dienstleistungen, die ein End-to-End-Erlebnis von der Inspiration bis zur Umsetzung durch Kundenberatung schaffen.

Außerdem sollen die Medieninvestitionen in Europa gesteigert werden, um eine starke und differenzierte Home-Improvement-Marke in allen Ländern aufzubauen. Ziel ist es, in Deutschland das gleiche Niveau wie in Frankreich zu erreichen, wo bereits zwei von drei Franzosen Manomano kennen. Dazu sollen bis Ende 2022 über tausend weitere Mitarbeiter eingestellt werden.

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