Der neue "Branchenfokus Büromöbel" von IFH Köln und BBE Handelsberatung zeigt: Der Büromöbelmarkt wächst 2015 auf 2,85 Milliarden Euro. Auch die Prognosen sind positiv.

"Branchenfokus Büromöbel"

Der Büromöbelmarkt wächst weiter

Ein kräftiges Plus von sieben Prozent – das ist die erfreuliche Bilanz des Büromöbelmarktes in Deutschland für das vergangene Jahr. Das zeigt der neue „Branchenfokus Büromöbel“ des IFH Köln und der BBE Handelsberatung. Das Umsatzvolumen steigt 2015 auf rund 2,85 Mrd. Euro und nähert sich damit weiter der Drei-Milliarden-Euro-Marke, die zuletzt im Jahr 2001 überschritten wurde. Auch die Prognose fällt positiv aus: Für das laufende Jahr rechnen die IFH- und BBE-Branchenexperten mit einem Plus von 3,5 Prozent für den Büromöbelmarkt.

Auch wenn die Marktanteile in den vergangenen Jahren erkennbar geschrumpft sind, bleibt der PBS/BBO-Fachhandel (Papier/Büro/Schreibwaren; Büromaschinen/Büromöbel/Büroausstattung) mit Abstand wichtigster Absatzkanal im Büromöbelmarkt. Im Wettbewerb müssen sich die Fachhändler jedoch nicht nur mit traditionellen Konkurrenten wie dem Möbelhandel, Spezialversand und dem Herstellerdirektvertrieb beweisen. Auch im Büromöbelmarkt sind die Internet-Pure-Player langsam aber erkennbar auf dem Vormarsch: Von allen Vertriebsformen verzeichnen sie das größte Wachstum – wenn auch auf niedrigem Niveau.

Der PBS/BBO-Fachhandel ist besonders auf den Bedarf der gewerblichen Abnehmer – also Handels-, Dienstleistungs- und Industrieunternehmen oder Kommunen –, die die Nachfrage im Büromöbelmarkt dominieren, eingestellt. Dabei sind besondere Services, zum Beispiel Managed Print Solutions, gefragt.

„Die komplizierter und technisierter werdende Arbeitswelt, vernetzte Büros sowie gesundheitliche Aspekte erfordern eine hohe Problemlösungskompetenz. Der Wohlfühlfaktor ist in Büros nicht mehr durchgängig mit Standardlösungen zu erreichen. Hier kann der Fachhandel mit Individuallösungen punkten“, so Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln.

„Der Büromöbelmarkt befindet sich auf Wachstumskurs, allerdings steht der zweistufige Distributionsprozess unter Druck. Der Fachhandel profitiert, wenn die Fokussierung auf sein USP – ganzheitliche Problemlösung – gelingt und ein unverwechselbares Profil für den Kunden sichtbar wird“, so Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung.

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