Wilfried Finke macht sich über seine Möbelhäuser und die Branche Gedanken.

Finke

Denkt über die Zukunft des Unternehmens nach

In einem aufschlussreichen Interview mit der „Neuen Westfälischen“ (NW) gibt Wilfried Finke erstaunlich offen Auskunft über die Zukunft seiner Möbelhäuser. Auch die Mitarbeiter wurden offenbar per E-Mail darüber informiert. Es gehe darum, „ob wir uns vorstellen können, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln im Kreise der Marktführer weiter behaupten zu können oder ob es nicht die bessere Variante ist, das Unternehmen in Hände zu geben, wo das notwendige Know-how und das Kapital für das Internet-Geschäft vorhanden ist“, sagte der 67-Jährige gegenüber der NW.

Darin sagt Finke auch, dass er nahezu wöchentlich Übernahmeangebote von internationalen Unternehmen bekomme. Das richtige Angebot scheint jedoch noch nicht dabei gewesen zu sein. Wobei es so viele internationale Handelsunternehmen in der Branche ja nun mal gar nicht gibt. „Wir tun in jedem Fall etwas, damit die Firma wachsen kann: entweder aus eigener Kraft oder mir einem neuen Besitzer“, wird Finke zitiert. Da eine familiäre Nachfolge nicht gesichert sei, weil sein Sohn Alexander die Rahmenbedingungen in der Branche als schwierig einschätze, sei die Zukunft derzeit ungewiss. Der Unternehmenschef, der die Firma von seinem Vater weitergeführt hat, spricht von einem „finalen Kampf in der Möbelbranche“, an dessen Ende eine ähnliche Konzentration stehen dürfte wie im Lebensmittelhandel.

Die Nachfolgefrage zu klären, wird wahrscheinlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Nicht aber die Entscheidung, wieder einem neuen Einkaufsverband anzugehören. Nachdem Kurt Krieger beschlossen hat, ab Januar mit Union einzukaufen, will sich auch Finke eine neue Verbandsheimat suchen. Sein Kriterium dabei: „Ich muss schauen, welcher Verband am besten zu Finke passt und wer die beste Unterstützung vor allem in Richtung Internet-Handel bietet. Dieser werde dafür sorgen, dass die ersten 20 der Möbelbranche eine komplette Häutung ihres Unternehmens vornehmen. Zum 1. Januar 2019 werde jedenfalls der erste Onlineshop von Finke an den Start gehen.

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