Alno
Den Verlust in 2014 halbiert
Einen großen Sprung im Umsatz weist die Alno-Bilanz 2014 aus: Mit 545,8 Mio. Euro (Vorjahr: 395,1 Mio. Euro) blieb dieser stolze Wert dennoch hinter den prognostizierten Erwartungen von 580 bis
Einen großen Sprung im Umsatz weist die Alno-Bilanz 2014 aus: Mit 545,8 Mio. Euro (Vorjahr: 395,1 Mio. Euro) blieb dieser stolze Wert dennoch hinter den prognostizierten Erwartungen von 580 bis 600 Mio. Euro zurück. „Insgesamt fiel das Geschäft im Inland deutlich schwächer aus als im Ausland“, heißt es in der Alno-Zentrale. Trotzdem konnte der Alno-Konzern seinen Marktanteil in Deutschland nach Angaben der GfK in 2014 von 13,2 Prozent auf 14,6 Prozent weiter steigern und kann sich damit weiter auf dem 2. Platz nach Nobilia behaupten. Nicht zuletzt dank der Übernahme der schweizerischen AFP konnte Alno auch ihre Internationalisierung weiter vorantreiben, vor allem in den Kernmärkten UK, Schweiz und den USA. Entsprechend stieg der Auslandsanteil am Umsatz auf 52 Prozent.
Positiv entwickelte sich in der Folge auch das EBIT, das von 2,4 Mio. Euro (2013) auf 6,2 Mio. Euro anstieg. Das Konzernergebnis betrug nach Ertragssteuern -4,1 Mio. Euro (-9,5 Mio. Euro). Das EBITDA lag dank der positiven Effekte aus der Übernahme der AFP Küchen AG mit 40 Mio. Euro über der bereits angehobenen Prognose des Vorstandes („bis zu 38 Mio. Euro“) und deutlich über dem Vorjahreswert (6,7 Mio. Euro). Über die Entwicklung im deutschen Küchenmarkt zeigte man sich enttäuscht. Waren zu Beginn des Jahres 2014 noch hohe Auftragseingänge zu verzeichnen, so schwächten sich diese bis zum Jahresende wieder erheblich ab.
„Das Geschäftsjahr 2014 hatte für uns Licht und Schatten“, so Max Müller, CEO der Alno AG. „Auf der einen Seite haben wir dank der Übernahme der AFP hohe Einmaleffekte generiert und uns ein sehr lukratives Auslandsgeschäft mit nachhaltigen Gewinnmargen gesichert. Auf der anderen Seite sind wir mit unserem operativen Ergebnis nicht zufrieden. Deswegen haben wir bereits in 2014 Gegenmaßnahmen eingeleitet“, so Müller weiter. Im Mittelpunkt steht dabei die begonnene Neuausrichtung des Konzerns. Kernelemente sind die Flexibilisierung der deutschlandweiten Produktion, die Zentralisierung von Verwaltungseinheiten sowie die Optimierung des Marken- und Produktportfolios. Mehrere Projektgruppen bereiten derzeit intensiv die geplante schrittweise Umsetzung dieser Maßnahmen vor. Ziel ist es, den Auftritt zum Kunden einfacher, schneller und schlanker zu gestalten, um gemeinsam zu wachsen. Damit soll der Alno-Konzern dauerhaft profitabel werden.
„Wir sind davon überzeugt, dass wir im laufenden Geschäftsjahr 2015 deutliche Verbesserungen erzielen werden. Die Weichen dafür sind gestellt und die Vorzeichen stimmen positiv, auch wenn noch viel Aufbauarbeit zu leisten ist“, so Max Müller. Das im Januar 2015 in Russland gestartete Joint Venture mit der „Pervaya Mebel'naya Fabrica“ – die 2014 rund 30 Mio. Euro Umsatz erzielte – sowie der neue „Ankeraktionär“ die Nature Home Holding Company, sollen die Geschäfts- und Kapitalsituation verbessern.

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