Natuzzi-Flagship in Köln

“Definitiv nicht in Eigenregie”

Nachdem Natuzzi, Weltmarktführer für Ledersofas, zwei neue Flagship-Stores in Dubai und Kopenhagen gestartet hat, steht jetzt auch die Eröffnung in Deutschland bevor. Mit den Shops will das Unternehmen seine Markenstrategie

Nachdem Natuzzi, Weltmarktführer für Ledersofas, zwei neue Flagship-Stores in Dubai und Kopenhagen gestartet hat, steht jetzt auch die Eröffnung in Deutschland bevor. Mit den Shops will das Unternehmen seine Markenstrategie weltweit forcieren.
Nach missverständlichen Presseveröffentlichungen und der Bekanntgabe, dass die italienische Gruppe in Köln am Hohenzollernring bereits eine Fläche von 2.100 Quadratmetern angemietet hatte, gibt es im Kölner Headquarter insbesondere vom Handel besorgte Nachfragen. Natuzzi-Deutschland Geschäftsführer Bodo Rupp stellt deshalb noch einmal ausdrücklich klar: "Der Flagship-Store in Köln wird definitiv nicht in Eigenregie geführt werden, sondern von einem Handelspartner."
Wer es sein wird, steht noch nicht fest. Zur Zeit ist man in Gesprächen mit Unternehmen, die endgültige Entscheidung wird aber in Kürze fallen.
Bodo Rupp weiter: "Natuzzi verfolgt weltweit unterschiedliche Distributions-Strategien, die auf die einzelnen Märkte zugeschnitten sind. Für Deutschland heißt das: Es besteht bei Natuzzi überhaupt keine Absicht, in einem hochentwickelten Einzelhandelsmarkt wie dem deutschen in der Funktion eines Händlers zu agieren."
Dass das Unternehmen in anderen Ländern, in denen die Handelsstrukturen nicht entwickelt sind, Geschäfte in Eigenregie betreibt, dürfe keine Rückschlüsse auf das deutsche Engagement zulassen. "Im übrigen trifft das nur auf 10 Prozent der weltweit betrieben 280 Stores und 570 Shop-in-Shops zu", versichert Rupp. Und betont: "An allen Standorten, wo die neuen Natuzzi Marken-Stores eröffnet wurden, konnte der konventionelle Handel davon profitieren."