Einzelhandelsverbände NRW

Debatte zu Sonntagsöffnungen in der Adventszeit

Auf dem Jahresempfang der Einzelhandelsverbände am 12. März in Düsseldorf ging Gastredner NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin auf einen Appell des Präsidenten des Handelsverbandes NRW, Friedrich G. Conzen, ein. Conzen hatte dem Wirtschaftsminister in seiner Begrüßung ans Herz gelegt, in der Debatte um die Novelle des Ladenöffnungsgesetzes NRW das Augenmerk nochmals auf die geplante Regulierung der verkaufsoffenen Sonntage zu richten. Gemäß dem im Dezember 2012 veröffentlichten Gesetzesentwurf zur LÖG-Novelle sollen Einzelhändler künftig nur noch an einem Sonntag in der Adventszeit öffnen dürfen. Conzen warnte in seiner Ansprache davor, dass eine solche Regelung Stadt- und Nebenzentren in eine ungewollte Konkurrenzsituation drängen würde. Mit Blick auf Aspekte der demografischen Entwicklung und der wohnortnahen Versorgung könne es aber nicht dem Willen der Landespolitik entsprechen, die Nebenzentren in den Städten per Gesetz zu schwächen.

Garrelt Duin erklärte daraufhin, die eingebrachten Bedenken seien nochmals intensiv erörtert worden. Mit dem Schluss, dass an der auf 13 Termine pro Kommune und Kalenderjahr festgelegten Gesamtzahl der verkaufsoffenen Sonntage nicht geschraubt werde. "Aber", verkündete Duin unter dem Beifall der anwesenden Gäste, "aus der 12 plus 1 wird voraussichtlich eine 11 plus 2." So sei ein verkaufsoffener Sonntag im Advent für die Stadt- und einer für die Nebenzentren möglich.

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